GVA Waidhofen: Taschenbecher schont Umwelt

Erstellt am 26. Januar 2022 | 04:18
Lesezeit: 2 Min
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Abfallverband-Geschäftsführer Robert Altschach und Obmann Bürgermeister Manfred Wühl stellen das Projekt „Taschenbecher“ vor.
Foto: Gerald Muthsam
Aschenbecher zum Einstecken soll Natur vor Plastikmüll und Schadstoffen schützen.
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15 Milliarden Zigaretten werden jährlich in Österreich geraucht, dadurch fallen 5.000 Tonnen Zigarettenstummel an. 80 Prozent davon landen in der Natur und wirken sich dort schädlich aus. Darum beteiligt sich der Gemeindeverband für Abfallwirtschaft (GVA) Waidhofen am niederösterreichweiten Projekt der Umweltverbände „Taschenbecher“.

Zigaretten müssen vorher nicht ausgedrückt werden

Der Taschenbecher des Abfallverbandes Waidhofen ist ein praktischer Reisebegleiter für alle umweltbewussten und abfallarm lebenden Raucher. Das Innovative: Es ist nicht mehr nötig die Zigarette vorher auszudrücken. Diese geht in Sekundenschnelle aufgrund des Sauerstoffmangels aus.

GVA-Geschäftsführer Robert Altschach weist auf einen weiteren Umstand hin: „Raucher müssen jetzt vor den Lokalen rauchen, und manchmal sind keine Aschenbecher vorhanden beziehungsweise werden die Stummel achtlos weggeworfen - gerne auch in den Kanal. Das macht jedoch große Probleme. Manche Raucher werfen die Kippen wegen der Brandgefahr auch nicht in den Papierkorb. Darum wollen wir jetzt ein paar tausend Stück „Taschenbecher“ im Bezirk verteilen, auch bei Veranstaltungen und Gasthäusern, um ein Bewusstsein dafür zu schaffen.“ Der Taschenbecher ist ab sofort gratis in allen Altstoffsammelzentren des Bezirkes sowie im Eingangsbereich des Büros des Abfallverbandes am Hauptplatz 9 in Waidhofen erhältlich.

Ein einziger Zigarettenstummel kann bis zu 60 Liter Wasser vergiften

Weltweit werden pro Jahr um die 6,5 Billionen Zigaretten verkauft – das entspricht 18 Milliarden pro Tag. Zurück bleiben Billionen von Zigarettenfiltern, von denen schätzungsweise nur ein Drittel im Müll landet. Zigarettenfilter bestehen nicht, wie irrtümlich oft angenommen, aus Zellulose, sondern aus dem Kunststoff Celluloseacetat. Zum Kunststoffmüll kommen noch 7.000 enthaltene Schadstoffe hinzu, wie beispielsweise Arsen, Blei, Chrom, Formaldehyd und vor allem Nikotin, die in Gewässer gelangen. Mehr als 50 dieser Schadstoffe sind krebs erregend. Nikotin ist ein wasserlösliches, starkes Nervengift und absolut nicht harmlos. Ein einziger Zigarettenstummel kann 40 bis 60 Liter Wasser vergiften.

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