Corona-Stufenplan: Wirte bislang nur indirekt betroffen. Bleibt es bei den Maßnahmen, kommt die Gastronomie noch gut weg.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 15. September 2021 (04:18)
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Tell-Inhaber Stephan Kainz hofft, dass nach dem Stufenplan nicht noch mehr Maßnahmen folgen.
Sebastian Dangl

Für die Gastronomie sind die ersten Stufen der neuen Regelungen noch recht locker zu betrachten, mit Ausnahme der Nachtgastronomie. So sollen hier ab Stufe zwei nur mehr Geimpfte und Genesene Zutritt bekommen. Das sorgt natürlich für Diskussionspotenzial.

Leichter hat es da die „normale“ Gastronomie. Einzig die Verschärfung und Gültigkeit der Tests ändert sich hier vorerst. „Wir müssen uns jetzt halt schrittweise an die Regelungen anpassen“, meint Tell-Inhaber Stephan Kainz. Die Maßnahmen sind für ihn gerechtfertigt und würden auch notwendig sein. „Wenn sich alle impfen lassen würden, müsste es gar nicht so weit kommen“, betont er.

Jetzt heißt es: Überblick behalten

Mit dem Stufenplan sei es jetzt besonders wichtig, immer auf dem neuesten Stand zu bleiben und die Regeln auch mit den Gästen zu kommunizieren. Den Überblick zu behalten, sei nämlich mittlerweile nicht mehr ganz einfach. „Man weiß ja oft gar nicht mehr, was man jetzt darf und was nicht. Kompliziert wird es langsam schon“, sagt Kainz.

Direkt betroffen ist man vorerst nur von den Verschärfungen rund um die Tests und die Entwertung der Antigen-Tests. „Wir werden uns aber darauf einstellen, wobei ich hoffe, dass so etwas wie eine Abstandsregel nicht mehr kommt. Einen kompletten Lockdown erleben wir hoffentlich auch nicht mehr“, meint Kainz.

Noch relativ entspannt bleibt auch Reinhard Müller von „Meli‘s Cafe Restaurant“ in Dobersberg. „Für uns ändert sich eigentlich nichts. Die ganze Leier mit Kontrollen und Registrieren haben wir sowieso schon“, erklärt er. Mit einer schärferen Forcierung des Impfens habe er auch nicht direkt ein Problem. Das Personal sei durchgängig geimpft, ebenso wie fast alle Stammkunden.

Zu befürchten seien nur eine erneute Maskenpflicht oder Personenbeschränkungen. „Davon ist momentan zum Glück eh nicht die Rede. Da wir relativ viele Feiern haben, wäre eine Reduzierung der Gäste schon ein Problem für uns.“ Gerade Einschränkungen für Feiern unter 50 Personen würden das Lokal hart treffen. Da müsse man mit erneuten Absagen rechnen, im zweiten Jahr in Folge.

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