Erster Testtag für Lehrer verlief reibungslos. Keine Computerpannen, keine Warteschlangen und keine Pannen: Der erste Covid-Antigen-Testtag für Lehrer, Kindergartenpersonal und Verwaltungsbedienstete des Bezirks Waidhofen ging reibungslos über die Bühne.

Von Michael Schwab. Erstellt am 05. Dezember 2020 (20:49)

Als Testort war die Bezirkshauptmannschaft Waidhofen auserkoren worden. Von rund 550 in Frage kommenden Personen hatten sich um die 400 angemeldet, die meisten für den Samstag. 20 Soldaten des Bundesheeres, eingeteilt in zwie Teams, kümmerten sich um den Ablauf vom Check-In bis zum Test und dem Erfassen des Ergebnisses samt SMS-Benachrichtigung.

Zehn Personen in 15 Minuten getestet

Um sieben Uhr morgens ging es los, bis 19 Uhr war die Teststraße geöffnet. „Wir haben jeweils zehn Teilnehmern ein Zeitfenster von 15 Minuten zugewiesen, in dem sie zum Test erscheinen sollen. In diesem Zeitraum werden alle zehn Personen getestet“, erklärt Einsatzleiter Thomas Winter beim NÖN-Lokalaugenschein am Samstagnachmittag.

Ein Soldat empfängt die Testpersonen am Eingang und weist ihnen den Weg zur Check-In-Station gleich links nach dem Eingang. Das Einchecken dauert ein bis zwei Minuten, danach geht es sofort über die Treppe ins Obergeschoß in den großen Sitzungssaal. Dort wurde eine Teststraße eingerichtet, die je nach Andrang mit einer oder zwei Spuren betrieben werden kann.

„Die Teststraße ist auf 500 Personen pro Tag ausgelegt“, erläutert Winter. Bis zum mittleren Nachmittag waren rund 270 Personen zum Test gekommen, angesichts der verfügbaren Kapazität kamen die meisten sofort oder nach minimaler Wartezeit an die Reihe.

Im Schnitt fünf Minuten Aufenthalt im Gebäude

Ein Sanitäts-Unteroffizier nahm die Abstriche vor, zwei Gehilfen bereiteten die Testkits vor und kümmerten sich um die Administration. Nach dem Abstrich verließen die getesteten Personen den Raum durch den Hintereingang und in weitere Folge das Gebäude über den hinten liegenden Notausgang – auf diese Weise wurde jeglicher Begegnungsverkehr zwischen Getesteten und Ungetesteten vermieden.

Am hinteren Ende des Raumes gaben zwei weitere Soldaten die Testergebnisse in den Computer ein, woraufhin das Testergebnis per SMS an die jeweilige Person übermittelt wurde. „Normalerweise hält sich eine Person vom Check-In bis zum Verlassen der BH im Schnitt fünf Minuten im Gebäude auf. Etwa 30 Minuten nach dem Check-In erhält man das Testergebnis“, rechnet Winter vor.

270 Test bis Mitte Nachmittag - alle negativ

Sowohl positive als auch negative Testergebnisse wurden übermittelt. Im Fall eines positiven Ergebnisses würde automatisch ein PCR-Test zur Überprüfung gebucht werden – am Nachmittag allerdings war dieser Schritt noch reine Theorie, denn unter den ersten 270 Tests war kein einziges positives Ergebnis zu verzeichnen.

„Es zeigte sich im Laufe des Tages, dass wir nicht davon ausgehen müssen, massenhaft Fälle zu entdecken. Das ist gut, denn wenn wir in weiterer Folge doch noch Infektionen feststellen, wäre das Contact-Tracing noch rasch und effektiv möglich. Bei 60 oder 70 positiv getesteten an einem Tag wäre das schwierig. Wir sind froh, dass diese Befürchtung, die wir im Vorfeld hatten, nicht eingetroffen ist“, sagt Bezirkshauptmann Günter Stöger.

Zweite Runde am Sonntag

Auch mit der reibungslosen Organisation zeigte sich Stöger sehr zufrieden: „Es gab überhaupt keine Probleme, rein gar nichts.“ Und genau so war es auch das Ziel des Bundesheers gewesen: „Wir wollten einen so ruhigen und professionellen Ablauf wie möglich für die zu testenden Personen, gewissermaßen unsere Kunden, erreichen“, betont Winter.

Am Sonntag gehen die Tests in die zweite Runde, wieder von sieben bis 19 Uhr.