Feierlichkeiten zum Advent: Traditionen dürfen leben

Gottesdienste sind auch im Lockdown erlaubt. Der Nikolaus kommt ebenfalls.

Erstellt am 01. Dezember 2021 | 04:21
Lesezeit: 2 Min
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„Nikolo“ Werner Traun ist auch heuer mit Krampus Benjamin Widhalm in Gastern unterwegs. Etwa zehn Familien sollen besucht werden.
Foto: Sebastian Dangl

Der Lockdown schlägt gerade in der besinnlichen Zeit voll zu. Abermals wird der Advent heuer nicht wie geplant oder auch gewünscht stattfinden können. Auch wenn viele Traditionen wieder stark eingeschränkt oder gar ganz gestrichen werden, wird in den Pfarren doch versucht, möglichst viele der Adventtraditionen gebührend zu feiern.

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So gibt es auch im Pfarrverband Dobersberg-Kautzen-Gastern-Reibers-Waldkirchen weiterhin die gewohnten Gottesdienste. Die traditionelle Adventkranzsegnung darf natürlich auch nicht fehlen. „Man muss sich heuer mehr auf das Wesentliche konzentrieren“, meint Helga Batek vom Pfarrverband. Nur der „Kern“ des Advents sei heuer möglich. „Wir können aber froh sein, dass wir überhaupt Gottesdienste abhalten dürfen“, betont sie.

Agapen finden keine statt. Auch der im Advent normalerweise fest verankerte Gesang musste reduziert, aber auch nicht komplett gestrichen werden. Als standardmäßige Corona-Maßnahmen sind aktuell das Tragen einer FFP2-Maske und das Halten von Abständen vorgeschrieben. Dafür sind keine 3G-Kontrollen notwendig (siehe Infobox rechts).

Für Weihnachten wird schon geplant, vorausgesetzt der Lockdown wird tatsächlich bis dahin aufgehoben. „Wenn sich die Regeln ändern, muss man sich eben anpassen“, sagt Helga Batek. Auch mit den momentan geltenden Regelungen wären die Messen zu Weihnachten durchaus möglich.

Ähnlich ist die Lage auch in Waidhofen. „Die Kirche hat das Privileg, die Gottesdienste weiter abhalten zu dürfen. Wir müssen jetzt achtsam damit umgehen“, schildert Dechant Josef Rennhofer. Messen finden also weiterhin statt, nur die großen Adventtraditionen müssen zurückgeschraubt werden. „Ich vermute, dass Weihnachten so ähnlich wie im Vorjahr ablaufen wird. Das Fest wird wieder mehr im Bereich der Familie gefeiert werden“, meint der Dechant.

In beiden Pfarren wird es heuer auch keine großen Nikolausfeiern geben. Das ist natürlich verständlich. Der Nikolaus wird heuer, wenn überhaupt, nur Hausbesuche wagen. Erlaubt ist die Tradition unter großen Einschränkungen. In Gastern wird Werner Traun unterwegs sein. „Etwa zehn Familien haben sich bisher bei mir angemeldet“, erklärt er.

Das Haus betreten wird er dabei allerdings nicht. Der Besuch soll sich nur vor der Haustür abspielen. „Wir passen auf uns und die Leute auf, dann sollte nix passieren. Der Nikolaus gehört für die Kinder einfach dazu“, meint Traun. Es bleibt bei einigen wenigen Hausbesuchen. Eine größere Zusammenkunft, wie sie in Triglas geplant gewesen wäre, musste abgesagt werden.

Auch für Traun ist der Nikolaus jedes Jahr ein Highlight. Seit sechs Jahren setzt er die Mitra auf. „Es muss mir ja auch Spaß machen, sonst würde ich es nicht schon so lange machen.“

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