Gemeinderatswahl 2020: SP & FP nicht überall vertreten. Nur ÖVP wird in allen 15 Gemeinden des Bezirks antreten. Alle Parteien hoffen auf Zuwächse.

Von Karin Widhalm und Michael Schwab. Erstellt am 24. Dezember 2019 (04:08)

Nun ist es fix: Nur die ÖVP wird in allen 15 Gemeinden des Bezirks Waidhofen zur Gemeinderatswahl antreten.

In 13 der 15 Gemeinden stellt die Volkspartei derzeit den Bürgermeister und alle 13 stellen sich wieder der Wahl. „Nur die Volkspartei kann in allen Gemeinden eines garantieren: Partnerschaft. Partnerschaft zwischen Gemeinde und Land – mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und zwischen Gemeinde und Bund – mit Sebastian Kurz. Eine Partnerschaft, die vieles möglich macht und Erfolge schafft“, betont Bezirksparteiobmann Eduard Köck.

Die SPÖ kann den Anspruch, in allen Gemeinden vertreten zu sein, bei dieser Wahl, so wie schon 2015, nicht für sich behaupten. In Kautzen, wo die Roten bisher vier Mandate innehatten, und in Waldkirchen, wo die SPÖ zwei Mandate für sich verbuchen konnte, tritt die Partei diesmal nicht zur Wahl an. Dafür geht die SPÖ in Pfaffenschlag wieder an den Start – mit Karl Weinberger als Spitzenkandidat.

„Wir wollen mit neuen Leuten frischen Wind in die Partei bringen und überall dazugewinnen. Wichtig wäre vor allem aber auch, den Bürgermeister in Groß Siegharts zu erhalten“, sagt Bezirksvorsitzender Roman Zibusch.

Die FPÖ wird in weniger Gemeinden als jetzt vertreten sein: Statt 13 sind es nur mehr 11. Die zwei blauen Gemeinderäte in Raabs treten nicht mehr an, ebenso jener in Ludweis-Aigen. Richard Worresch hat indes seinen Wohnsitz gewechselt, sein FPÖ-Mandat soll von Vitis nach Windigsteig wandern. „Raabs war immer schon schwierig“, erklärt FPÖ-Bezirksobmann Gottfried Waldhäusl. Man habe zwar neue Kandidaten gefunden, sie hätten sich dann gegen ein Antreten entschieden, weil sich die erfahreneren Gemeinderäte zurückgezogen hatten.

Die Suche sei generell schwierig, einerseits wegen der „beruflichen Überlastung“. Und: „Die derzeitige Diskussion rund um Strache hat es nicht leichter gemacht.“ Waldhäusl sei dennoch zufrieden mit seiner Mannschaft.

Ihm sei wichtig gewesen, gute Kandidaten zu finden. „Qualität vor Quantität“, sagt er. „Entscheidend ist, dass man das Gesicht der FPÖ klar und deutlich erkennt.“ Niemand solle sagen: „Um Gottes willen: Das ist die FPÖ?“.

FPÖ hat Groß Siegharts im Fokus

Groß Siegharts liegt bei der Gemeinderatswahl in seinem Fokus: „Dort werden wir entscheiden, welche Partei den Bürgermeister stellen wird“, ist er sich sicher, dass die absolute SPÖ-Mehrheit gebrochen werden kann.

Die Grünen sind derzeit in zwei Gemeinden des Bezirks vertreten – und sie bleiben dort mit denselben Spitzenkandidaten: 2015 erhielten die Grünen ein Mandat in Gastern durch Reinhard Puchinger aus Wiesmaden, der erneut antritt. Martin Litschauer ist wieder Spitzenkandidat in der Stadt Waidhofen. Er hat schon seine weitere Kooperation mit der Unabhängigen Bürgerliste (UBL) und deren Fraktionsführer Herbert Höpfl angekündigt: Sie bilden weiterhin die Interessengemeinschaft (IG) Waidhofen.

„Wir haben die anderen Gemeinden im Bezirk nicht proaktiv bearbeitet, mit unseren beschränkten Ressourcen konzentrieren wir uns darauf, was wir haben“, antwortet Grüne-Bezirkssprecher Litschauer auf die Frage, ob man zusätzliche Spitzenkandidaten gesucht habe. „Ziel ist es, in beiden Gemeinden wieder im Rathaus vertreten zu sein und das letzte Wahlergebnis zu verbessern.“

Einen Überblick über die Spitzenkandidaten aller Parteien findet ihr in der Printausgabe und im ePaper.

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