Solar-Schienenfahrrad „Soschi1“ prämiert. Zukunftsraum Thayaland erhielt Eurosolarpreis 2019 für weltweit erstes energieautarkes Solar-Schienenfahrrad.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 08. Oktober 2019 (13:25)
Zukunftsraum Thayaland
David Zoidl, Willi Erasmus und Ansbert Sturm im Naturhistorischen Museum mit dem Eurosolarpreis.

Das weltweit erste energieautarke Solar-Schienenfahrrad „Soschi1“ entwickelte der Zukunftsraum Thayaland gemeinsam mit der HTL Karlstein und nahm es im Mai dieses Jahres in Betrieb (die NÖN berichtete).

Nun wurde diese Forschungsarbeit im naturhistorischen Museum in Wien mit dem Eurosolarpreis 2019 ausgezeichnet. „Wir haben einen idealen Schienenstreckenabschnitt von Waidhofen nach Schwarzenau, und dieser könnte mit Fahrraddraisinen als attraktives Zusatzangebot für den Thayarunde-Radweg sinnvoll genutzt werden“, betont Radwegmanager Willi Erasmus.

Ansbert Sturm und seine Schüler David Zoidl und Philipp Friedrich nahmen diese Idee auf und arbeiteten an der Konstruktion des Solarantriebes. Zwei Photovoltaikplatten und die technischen Komponenten zur Einspeisung und Regelung wurden zeitgerecht fertiggestellt und zur Eröffnung der Bahnstrecke am 19.Mai in Waidhofen der Öffentlichkeit präsentiert.

Den ganzen Tag über war das „Soschi1“ zur Beförderung des begeisterten Publikums energieautark unterwegs. Eine Speicherbatterie sorgte für die Überbrückung von bewölkten Zeiten. „Mit dem Soschi1 haben wir es geschafft, auch eine einfache energieautarke Mobilität auf der Schiene zu verwirklichen“ freut sich Ansbert Sturm.

„Der HTL Karlstein ist es dadurch gelungen, Begeisterung für Zukunftsprojekte bei den Schülern zu wecken und hoffentlich auch weitere Jugendliche an die Schule zu bringen“ meint HTL Direktor Wolfgang Hörmann.

Auch der Obmann der Kleinregion Zukunftsraum Thayaland ist stolz: Beim KEM Klimaschulenprojekt und beim Raiffeisenprojekt Raabs konnte ebenfalls die Region Preise holen. Damit war der Bezirk herausragend bei den eingereichten und prämierten Projekten. „Ein besonders toller Erfolg für den Bezirk Waidhofen und das Waldviertel, welches gerade durch solche Projekte auch weiterhin punkten sollte um bei den Entwicklungen mit anderen Regionen dabei zu sein“, hebt Köck hervor.