Ein Jahr bedingt für Sozialbetrügerin. Um das volle Sozialgeld weiter beziehen zu können, verschwieg Waldviertlerin Wohnpartner.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 05. Februar 2021 (03:43)
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Ja, es stimme, sie habe bei der Bezirkshauptmannschaft Waidhofen bei der Antragstellung zur Auszahlung der bedarfsorientierten Mindestsicherung nicht angegeben, dass sich ihre Wohnverhältnisse geändert haben.

Sie habe bewusst verschwiegen, dass ihr Lebensgefährte bei ihr eingezogen ist: „Es tut mir leid, aber zum damaligen Zeitpunkt hätte ich mir das Leben ohne das Sozialgeld nicht mehr leisten können“, erklärte die Waldviertlerin die Täuschung und beteuerte: „Ich habe das zu unrecht bezogene Geld, an die 5.000 Euro, schon zurückgezahlt. Meine Mutter hat mir dabei ausgeholfen. In der Zwischenzeit ist mein Antrag auf Rehageld genehmigt worden, und ich komme damit jetzt wieder über die Runden. Außerdem lebe ich jetzt wieder alleine, mein Freund ist mit einer Rumänin weg und er hat mir finanziell auch nie unter die Arme gegriffen“.

„Wenn Sie sich einen schlechten Freund aussuchen, kann die Behörde auch nichts dafür“, kommentierte die Richterin harsch und verhängte über die vorbestrafte Waldviertlerin wegen schweren Betruges ein Jahr bedingt. Nicht rechtskräftig.