Ergaunertes Geld führt ins Gefängnis. Von Finanzmisere des Bekannten ahnte 55-Jähriger nichts und gewährte Privatdarlehen.

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 19. März 2020 (05:25)
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Aus früheren Geschäftsverbindungen kannte ein Waldviertler einen 52-Jährigen aus dem Bezirk Waidhofen.

Als ihn dieser von kurzfristigen Finanzengpässen erzählte und ihn um ein Privatdarlehen bat, borgte er dem Bittsteller 10.000 Euro. Es folgten zwei weitere Darlehen in der Höhe von insgesamt 23.500 Euro.

Er habe an der Rückzahlung von den insgesamt 33.500 Euro keinerlei Zweifel gehabt, sagt der Waldviertler im Zeugenstand und erklärt: „Ich wusste, er hat Grundstücke und Fischteiche, und deshalb habe ich mir keine Gedanken oder Sorgen gemacht, ob er den Zahlungen nachkommen kann. Er hat mir ja auch von geplanten Grundstücksverkäufen erzählt.“

Von einem bevorstehenden Insolvenzverfahren habe der 52-Jährige Waidhofner kein Wort verloren und auch nicht, dass er gar nicht in der Lage sei, die Darlehen in absehbarer Zeit zurückzuzahlen, schildert das Opfer und seufzt: „Bis heute habe ich noch keinen Cent gesehen.“

Der vorbestrafte 52-Jährige wird wegen gewerbsmäßigen schweren Betruges zu einer teilbedingten Freiheitsstrafe verurteilt: zehn Monate, davon muss der Waldviertler fünf Monate hinter Gittern absitzen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.