Gerichtsprozess: Schüler stillte seine Sexfantasien

Erstellt am 19. Mai 2022 | 04:12
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Foto: Shutterstock.com, Salivanchuk Semen
15-Jähriger aus Bezirk Waidhofen/Thaya dachte sich nichts dabei, Elfjährige zur Übersendung von Sexvideos angewiesen zu haben.
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Er habe sich nichts dabei gedacht und wollte nicht gewusst haben, dass er sich strafbar mache, wenn er eine Elf- bis Zwölfjährige dazu anleitet, von sich Nacktbilder und Aufnahmen mit sexuellen Handlungen anzufertigen und ihm zu übersenden, beteuerte ein 15-jähriger Schüler aus dem Bezirk Waidhofen vor Gericht. Dass er das gemacht hat, gab der Teenager unumwunden zu.

„Das Internet und die sozialen Medien sind kein rechtsfreier Raum“, äußerte die Anklägerin harsch und versuchte, dem beschuldigten Teenager aus dem Bezirk Waidhofen seine Straftaten - das Verbrechen des schweren sexuellen Missbrauchs von Unmündigen und das Vergehen pornografischer Darstellung Minderjähriger - klar zu machen.

Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wurde der Prozess geführt. Der offenbar einsichtige Schüler kam mit einer Diversion davon: Das Strafverfahren wurde mit einer zweijährigen Probezeit vorläufig eingestellt.

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