Jagd-Bilanz: Niederwild nimmt zu

Hase, Fasan und Rebhuhn werden mehr im Bezirk Waidhofen/Thaya. Afrikanische Schweinepest noch nicht da.

Erstellt am 14. Januar 2022 | 05:52
Lesezeit: 2 Min
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Bezirksjägermeister Albin Haidl zieht eine erste Bilanz über das Jagdjahr 2021 im Bezirk Waidhofen.
Foto: privat

Auch das Jagdjahr 2021 hat im Bezirk Waidhofen einige Herausforderungen mit sich gebracht, verzeichnet aber auch gute Neuigkeiten in den heimischen Wäldern – Bezirksjägermeister Albin Haidl zieht eine erste Bilanz.

Höhere Abschusszahlen bei Wildschweinen

Was die genauen Abschusszahlen von allen im Bezirk erlegten Wildarten und das Kfz-Fallwild betrifft, kann der Bezirksjägermeister erst Ende Jänner eine konkrete Auskunft geben, da immer noch laufend Abschusslisten eintrudeln. Bei den Wildschweinen kann er aber schon vorab die ungefähre Einschätzung abgeben, dass die Abschusszahlen wesentlich höher als im Vorjahr sind. „Bei den abschussplanpflichtigen Wildarten, wie beispielsweise dem Rehwild, sind die Jagdpächter im Bezirk wegen der starken Neuaufforstungen und der Naturverjüngungen in unseren Wäldern freiwillig um zehn Prozent hinaufgegangen“, verrät Albin Haidl schon jetzt. Wildschäden wird es aber laut der Einschätzung von Haidl überall dort geben, wo Schwarzwild vorkommt. „Es werden viele Kulturen durch Elektrozäune geschützt, und wenn es zu Schäden kommt, können sich die Grundeigentümer und die Jäger in den meisten Fällen einigen“, zeigt sich Haidl positiv.

Hochansteckende Viruserkrankung

Die Afrikanische Schweinepest ist laut dem Bezirksjägermeister zum Glück noch nicht in Österreich angekommen. Diese hätte nämlich schwerwiegende Folgen für Tiere und landwirtschaftliche Betriebe, da es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung mit seuchenhaftem Verlauf und hoher Sterblichkeit von Haus- und Wildschweinen handelt. Albin Haidl kann nur von Glück sprechen, dass derzeit auch keine anderen Wildkrankheiten bekannt sind: „Das ist auch ein Verdienst der Jägerschaft, welche auf einen gesunden und artenreichen Wildbestand schaut.“ In Anbetracht des Wildbestandes bemerkt er die Tendenz, dass das Niederwild, wie beispielsweise Hase, Fasan und Rebhuhn, im Bezirk leicht zunimmt.

Die Jungjäger-Ausbildung war durch Corona nicht ganz einfach - der Kurs wurde wesentlich später begonnen und konnte dann erst im Herbst mit der Prüfung abgeschlossen werden. „Das wechselhafte Wetter und die Temperaturschwankungen gehen auch an den Tieren nicht spurlos vorbei, jedoch hat sich unser Wild schön langsam daran gewöhnt. Nur der Zuwachs beim Schwarzwild wird durch die Witterung und die vielen Eicheln in den Wäldern begünstigt“, berichtet der Weidmann von seinen Beobachtungen in den heimischen Wäldern.

Was Jäger sonst um diese Jahreszeit um die Ohren haben, ist neben der Hege und Pflege der Wildtiere auch die Instandhaltung der Reviereinrichtungen und die Futterversorgung. „Insbesondere die Bejagung von Raub- und Schwarzwild muss in den Wintermonaten forciert werden“, hebt Haidl hervor und ergänzt, dass auch Füchse wegen der Tollwut und dem Fuchsbandwurm im Auge behalten werden.