Keine Fastensuppen in den Pfarren. Laut Nachfragen bei den Pfarren dürfte es heuer im Bezirk keine Fastensuppenessen geben. Treffen sind zu riskant.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 02. März 2021 (14:39)
Kein Fastensuppenessen gibt es heuer. 2019 bereitete das Team rund um Elisabeth Rauscher von der Katholischen Frauenbewegung in Waidhofen köstliche Suppen zu. Davon überzeugte sich auch Pfarrer Josef Rennhofer. Die damailigen Firmlinge Lena Müssauer, Petra Schwingenschlögl und Susanna Diwald waren damals die fleißige Helferinnen.
Archiv

Nach derzeitigem Stand dürfte es heuer im Bezirk keine Fastensuppenessen geben. Mancherorts gibt es „Fastensuppe to go“, doch auch diese Variante stößt laut Nachfrage in unseren Pfarren auf nicht viel Begeisterung.

Sinn ist gemeinsames Essen. „Es hat keinen Sinn, dass man Suppen in Gläser füllt und den Leuten mitgibt“, meint Dechant Josef Rennhofer. „Der Sinn ist ja, dass man gemeinsam isst und nicht die Suppe mit nach Hause nimmt und dort zum Brathendl isst. Und die Logistik, wie man die Suppe verteilt, bringt viel zu viele Umstände mit sich.“ In seiner Pfarre gebe es kein Fastensuppenessen, denn da müssten die Leute wieder zusammenkommen. „Das Fastensuppenessen ist in dem Sinne kein Muss. Der Familienfasttag, der eigentlich ein Freitag ist, hat sich auf den Sonntag verlegt. Das Geld, das durch den Verzicht frei wird, wird für karitative Zwecke eingesetzt. Die normalen Fastensammlungen gibt es nach wie vor“, erläutert Rennhofer.

Firmung und Erstkommunion noch auf Kurs. Auch im Pfarrverband Dobersberg wird keine Fastensuppenaktion stattfinden, teilt Pfarrsekretärin Helga Batek mit. Firmung und Erstkommunion seien hingegen nach wie vor in Vorbereitung, der Unterricht müsse nur etwas anders gestaltet werden. „Wir streben für die Erstkommunion die üblichen Termine im Pfarrverband an. Also eine Woche nach Ostern in Dobersberg und eine Woche später in Kautzen. Gastern hätte heuer nur fünf Kinder, darum warten sie gleich auf nächstes Jahr“, erzählt die Pfarrsekretärin.

„Leider gibt es auch bei uns kein Fastensuppenessen“, berichtet Pfarrer Josef Pichler aus Groß Siegharts. „Vielleicht wird gesammelt für den Zweck, aber eben ohne Suppen, denn das wäre zu riskant.“

Mit Distanz Aktion nicht möglich. „Man weiß momentan nicht, wie man so etwas angehen soll“, sagt Pfarrer Kasimir Tyrka aus Raabs, „denn man muss auch die Menschen haben, die sich engagieren und das ist mit der Distanz nicht möglich. Wir haben zwar Gottesdienste, aber solche Aktionen gibt es momentan nicht.“

Die Pfarre Vitis und Pfaffenschlag haben laut Nachfrage ebenso keinerlei Aktionen diesbezüglich geplant.