Neues Projekt von Nina Hlava soll Wissen vermitteln

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 04:11
Lesezeit: 3 Min
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Nina Hlava, Georg Wurz und Franz Müller freuen sich auf zahlreiche gemeinsame Seminare und Workshops. Foto: privat
Foto: privat
Waidhofner Kunstakademie als Schnittstelle zwischen Menschen mit Fertigkeiten und Menschen, die etwas Neues lernen möchten.
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Mit dem innovativen Konzept „Kunstakademie“ startet die Pantomimin Nina Hlava ein neues Kulturvermittlungsprojekt, das die gebürtige Heidenreichsteinerin im Bezirk Waidhofen und darüber hinaus umsetzen will.

Die Kunstakademie bietet die Möglichkeit zu einer umfassenden gesamtheitlichen künstlerischen Bildung. Sie hat das Ziel, zusammenzusetzen, was im Lauf der Jahrhunderte in unserer Gesellschaft getrennt wurde. „Kunst ist nicht elitär, sondern soll für alle Menschen zugänglich sein, als etwas, das zum Menschsein gehört“, erinnert sich Nina Hlava an ihre tschechischen Wurzeln.

„In dieser Kultur ist es selbstverständlich, dass die Jüngeren von den Älteren lernen, dass Wissen weitergegeben wird“. Sie bedauert, dass diese Tradition des Respekts dem Altbewährten gegenüber leider immer mehr in Vergessenheit gerät. Der Begriff „Kunst und Kultur“ soll auch nicht auf Gemälde, Museen oder Oper beschränkt werden.

Fertigkeiten und Fähigkeiten vermitteln

„Die Menschen haben so viele Fertigkeiten und Fähigkeiten, die sie anderen vermitteln können. Ich kann auch auf einen großen Pool an renommierten Handwerkern, Künstlern und Wissenschaftlern zugreifen, die über die Kunstakademie buchbar sind“, erklärt Nina Hlava ihr Konzept, bei dem sie „zu den Menschen“ gehen möchte und auch die Gemeinschaft fördern will. So können Gemeinden, Vereine, Firmen, aber auch Privatpersonen an sie herantreten. Workshops und Seminare sollen dann in lokalen Vereinshäusern abgehalten werden. Wer gerne seine besondere Fähigkeit an seine Mitmenschen weitergeben möchte, möge sich direkt an Nina Hlava wenden.

Mehr Aktivität in den Dörfern schaffen

„Ich möchte damit mehr Aktivität in die einzelnen Dorfgemeinschaftshäuser bringen“, erklärt Nina Hlava und verweist damit auf die Ortschaft Ruders, wo bereits für August und September Seminare mit dem Pilzexperten Franz Müller geplant sind. Dabei geht es um das gemeinsame Suchen und Selektieren der Pilze und natürlich das gemeinsame Kochen und das gemeinsame Essen.

Kulinarische Unterstützung findet Nina Hlava bei Georg Wurz, der nach der Matura zwei Jahre im elterlichen Reisebüro-Betrieb mithalf und im Alter von 23 Jahren sich seiner Leidenschaft widmete und die Lehre zum Koch begann. Beendet hat er seine Ausbildung in einem Sterne-Restaurant in Wien. „Seither versuche ich, mein Verständnis für Lebensmittel zu verbessern und zu vertiefen“, erklärt Wurz, der sich besonders der italienischen Küche verschrieben hat und mit einem Pizza-Workshop auch gerne in private Haushalte geht. Kochkurse und Dinner- Abende mit Georg sind im Anno-Lignum in Waidhofen geplant.

Besinnung auf das Wesentliche

„Je mehr Fertigkeiten man hat, umso souveräner kann man durchs Leben gehen. Man muss nur wagen, etwas Neues zu lernen“, ist Nina Hlava überzeugt, mit ihrem Konzept viele Menschen anzusprechen und für neue Aktivitäten gewinnen zu können. Dabei ist es ihr besonders wichtig, ihre unternehmerischen Tätigkeiten im Kulturbereich gänzlich ohne Subventionen zu führen. „Wir werden uns in naher Zukunft sowieso vom Förderwesen im Kulturbereich verabschieden müssen. Ich sehe dies als große Chance auf das Zurückbesinnen auf das Wesentliche, nämlich das Gute, das Wahre und das Schöne im Bereich Kunst, Kultur und Bildung.“

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