So feiern die Promis heuer Silvester. Von kaum bis gravierend fallen die Unterschiede zu den Vorjahren der Silvesterfeiern der Waidhofner Bezirksprominenz aus. TAM ist am stärksten betroffen.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 30. Dezember 2020 (04:24)
Symbolbild
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Während Weihnachten noch mit bis zu zehn Personen gefeiert werden konnte, fällt Silvester in einen erneuten harten Lockdown mit strengen Ausgangsbeschränkungen. Wir haben uns bei der Bezirks-Prominenz umgehört, inwieweit dies ihre gewohnten Silvesterfeiern beeinflusst.

Mitternachtsspaziergang für Eduard Köck

Bundesrat und Bürgermeister Eduard Köck hat die letzten Jahre immer zu acht im Freundeskreis gefeiert. „Heuer wird es zuhause im kleinen Kreis stattfinden, vielleicht werden wir zu Mitternacht einen kurzen Spaziergang machen“, erzählt er.

„Bei mir ist es ohnehin üblich, mit der Familie den Abend zu verbringen, das wird auch heuer der Fall sein“, meint Nationalratsabgeordneter und Vizebürgermeister Martin Litschauer. „Ab und zu haben wir auch mit Freunden mitgefeiert, das ist heuer nicht möglich.“

„Kein großer Unterschied“

„Für mich ist heuer kein großer Unterschied, ich feiere Silvester nie groß“, meint Volksbank-Direktor Andreas Schuster. „Für mich ist Silvester ein wenig beieinander sitzen und zwei oder drei Bier trinken und das war es. Wir werden den Abend in der Familie unter den erlaubten Bedingungen verbringen und schauen, dass wir uns nicht der Gefahr einer Virusinfektion aussetzen. Ich glaube, das ist der beste Weg für alle. Da müssen wir jetzt durch, auch wenn es manchen sicher schwerer fällt.“

Ewald Polacek hätte gern „Dinner for One“ gespielt

TAM-Prinzipal Ewald Polacek ist einer davon, dem dies schwer fällt. „Bei uns ist es heuer ein gravierender Unterschied. Denn eigentlich wollten wir noch einmal die Silvestershow machen und ich hätte gern noch einmal das „Dinner For One“ gespielt“, klagt der Theaterbetreiber.

„Das war in den Vorjahren immer ein ganz nettes Highlight, wo man anschließend noch im kleinen TAM-Kreis zusammengesessen ist. Heuer fällt alles ins Wasser und ich werde den Abend mit meiner Frau verbringen. Es ist besonders eine Träne im Knopfloch, weil das heuer unser Jubiläumsjahr war, und das wäre der Abschluss davon gewesen. Wir hätten auch schon einen kleinen Jahresrückblick vorbereitet, darum hoffen wir, dass wir zumindest im Fasching spielen können, um dort die Rückschau einbauen zu können.“

Feier nur mit Kernfamilie

Mit den Vorgaben könne man heuer nur in der Kernfamilie feiern, sagt Bezirksparteiobmann Roman Zibusch.

„Silvester werden wir nur im kleinsten Kreis verbringen. Es wird ein gemütlicher Abend werden und mit den Kindern, die nicht mehr bei uns im Haus leben, werden wir telefonisch Kontakt haben. Sonst trifft sich schon die ganze Familie um das Jahr Revue passieren zu lassen und um anzustoßen. Heuer halten wir uns natürlich an die Einschränkungen, damit wir gesund und fit in das neue Jahr starten können. Da muss man halt einmal hineinbeißen und sich zurücknehmen, und hoffen, dass es wieder einmal anders wird.“

„Brauche keinen großen Wirbel zum Jahreswechsel“

Landesrat Gottfried Waldhäusl berichtet: „Ich verbringe den heurigen Silvesterabend - nicht zum ersten Mal - gemütlich im engsten Familienkreis, und das natürlich im schönen Waldviertel. Auch wenn es derzeit ohnehin nicht möglich wäre, brauche ich keinen großen Wirbel zum Jahreswechsel. Als sehr heimatverbundener Mensch bin ich auch an diesem Tag unheimlich gerne zuhause!“

„Meinen Kindern tut es wirklich weh.“

Auch Raika-Direktor Kurt Bogg meint: „Nachdem wir einen Lockdown haben und niemanden einladen können, feiern wir in der Kernfamilie. Wir haben auch vorher keine großen Silvesterpartys gefeiert, außer wir waren irgendwo eingeladen. Meinen Kindern im Alter von Anfang Zwanzig tut es wirklich weh und sie leiden darunter, auch bzgl. der Uni. In dem Alter nur zuhause zu sein, ist schon hart.“

„Katze wird für weniger Feuerwerke dankbar sein.“

Sparkassen-Regionaldirektor Martin Bogg feiert auch zuhause mit seiner Frau und Tochter: „Wir werden wahrscheinlich gut essen und trinken. Feuerwerk habe ich vorher auch keines gemacht, nur bei den anderen zugeschaut. Das wird heuer vielleicht auch nicht sein. Wenn es weniger Feuerwerke gibt, wird auch unsere Katze dafür dankbar sein. Nachdem unsere Tochter erst neun Jahre alt ist, waren wir auch in den Vorjahren nirgends unterwegs“, sieht Bogg die Silvester-Regeln gelassen.

Silvesterwanderung heuer nicht in Gruppe, kein Feuerwerk

Bei Bezirksfeuerkommandanten Manfred Damberger ist Silvester der Gesundheit geschuldet: „In den letzten Jahren gab es vom Sportverein Karlstein immer eine Silvesterwanderung. Diese wird es heuer auch geben, jedoch nicht in der Gruppe, sondern jeder für sich. Ich werde also mit meiner Frau eine Runde gehen, ein Glas Wein trinken, zu Mitternacht den Walzer tanzen und dann schlafen gehen. Es wird sich also nicht viel zu den anderen Jahren ändern, außer dass wir heuer kein Feuerwerk abschießen werden.“