Sommer 2020: Urlaub heuer daheim. Österreich hat für jeden Geschmack etwas zu bieten. Als Reiseziel steht die Heimat bei den Waidhofnern hoch im Kurs.

Von Martina Hofer. Erstellt am 03. Juni 2020 (04:42)
Von links: Raiffeisenbank-Direktor Kurt Bogg, SV-Waidhofen-Obmann Andreas Hanisch und Gym-Direktor Roland Senk.
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Die Covid-19 Pandemie verändert das Urlaubsverhalten. Die Erreichbarkeit des Urlaubsziels tritt in den Vordergrund, Österreich steht plötzlich wieder hoch im Kurs. Die NÖN fragte bei bekannten Bürgern aus dem Bezirk nach.

SV-Waidhofen-Obmann Andreas Hanisch wäre Mitte Juli mit der ganzen Familie in den Griechenlandurlaub geflogen: „Um Stornogebühren zu vermeiden, haben wir uns dann entschieden, unseren Urlaub frühzeitig zu canceln. Wir versuchen nun, Urlaub in Österreich zu machen, wann und wo, das entscheiden wir kurzfristig.“

Bezirksfeuerwehrkommandant Manfred Damberger nennt sich selbst einen „Waldviertelgenießer und Wohnwagenurlauber.“ Er habe noch nie viel davon gehalten, in den Sommerurlaub zu fliegen. Unabhängig von Corona plant er daher eine Österreichrundfahrt im Wohnwagen.

Auch Gym-Direktor Roland Senk , der aufgrund einer schweren Herzoperation zur Risikogruppe gehört, verbringt den Urlaub lieber zu Hause. „Da ich auf dem Land lebe, ist das nicht schlimm. Ich genieße einfach die Natur.“ Generell solle man der Heimat eine Chance geben, findet Damberger.

Martin Litschauer , Nationalratsabgeordneter der Grünen, hätte eine Reise nach Dänemark mit der Bahn geplant. „Jetzt wird es wahrscheinlich wieder ein Erholungsurlaub in Österreich.“ Er gibt sich gelassen: „Ich denke, wir haben mittlerweile alle gelernt, wie wir mit dem Virus umgehen. Es gibt genug Empfehlungen, wie es funktioniert.“

FPÖ-Landesrat Gottfried Waldhäusl verbringt den Urlaub grundsätzlich lieber in Österreich. „Ich genieße die Ruhe bei meinem Elternhaus in Kleingöpfritz und nehme mir tageweise Auszeiten, fahre vielleicht ein-, zweimal ins Burgenland.“

Auch ÖVP-Bundesratsabgeordneter Eduard Köck zieht Österreich vor. „So wie letztes Jahr werden wir auch heuer eine neue Region in Österreich besuchen.“ Einem eventuellen Run auf die Seen steht Eduard Köck gelassen gegenüber. „Selbst wenn am See viele Menschen sind, gibt es Regeln, die man ganz einfach einhalten kann.“

Für Raiffeisenbank-Geschäftsleiter Kurt Bogg ist der Sommerurlaub heuer ein schwieriges Thema. „Wir sprechen in der Familie fast täglich darüber. Im Jänner haben wir eine Woche auf Kos für Anfang Juli gebucht und haben nun keine Ahnung, ob dieser Urlaub möglich sein wird.“ Ende August will die Familie jedenfalls einige Tage in Tirol zum Wandern verbringen. „Wir freuen uns trotz Corona auf den Urlaub - wo und wie auch immer er stattfinden kann“, meint Bogg.

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