Unternehmen begrüßen 3G am Arbeitsplatz

Einige Betriebe aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya sehen die neuen Regelungen als den richtigen Schritt an.

Erstellt am 10. November 2021 | 04:54
Bezirk Horn - Unternehmen begrüßen 3G am Arbeitsplatz
Foto: Symbolbild/Shutterstock

Lange kamen Arbeitnehmer darum herum, doch nun gelten die 3G auch am Arbeitsplatz. Bis zum 14. November läuft noch eine Übergangsfrist. Diese sieht vor, dass ein 3G-Nachweis vorläufig durch das Tragen einer FFP2-Maske ersetzt werden kann. Danach gilt die Kontrolle der 3G aber für alle arbeitenden Menschen mit „physischem Kontakt“. Auch wenn die neue Regelung wieder mit Einschränkungen daherkommt, sind viele Unternehmen fast schon positiv gestimmt und unterstützen die Entscheidung.

So sieht der Geschäftsführer von Expert Hörmann, Gregor Hörmann, die 3G am Arbeitsplatz sogar als wichtigen Schritt an: „Es ist eine sehr sinnvolle Regelung. Infektionen am Arbeitsplatz, nur weil nicht kontrolliert wird, helfen niemandem.“ Die Kontrolle der 3G sieht er nicht als zusätzliche Belastung an. „Wir haben schon längst gelernt, damit zu leben. Unabhängig von dem, was die Regierung beschlossen hat, schauen wir sowieso schon längst, dass Mitarbeiter regelmäßig testen und wir sicher arbeiten können“, erzählt Hörmann. Die meisten der rund 40 Mitarbeiter seien dabei ohnehin schon geimpft.

Relativ entspannt sieht auch Alexander Kainz, Geschäftsführer der Metalltechnik Kainz GmbH in Dobersberg, die neuen Regelungen. „Ich finde die 3G am Arbeitsplatz weder schlimm noch schlecht oder aufwendig. Nachdem wir nur 18 Personen im Betrieb haben, funktionieren die Kontrollen sehr gut“, erklärt Kainz. Von den Mitarbeitern würde sich jeder an die Maßnahmen halten. „Viel Zeit müssen wir jetzt nicht investieren. Es gibt eh schon so viele Regeln, da machen die 3G am Arbeitsplatz auch nicht mehr viel aus.“

Noch leichter hat es Ulrike Ramharter mit ihrem Modegeschäft. „Alle Mitarbeiter sind geimpft. Wir haben also in diesem Fall gar kein Problem mit den neuen Maßnahmen“, berichtet sie. Aktuell beschäftigt Ramharter fünf Personen.

Sicherheit bei kontaktfreudigen Berufen

In einem Unternehmen mit so viel Menschenkontakt sei die Impfung für sie sowieso das Um und Auf. „Die Kunden müssen sich so keine Sorgen machen, und wir haben im Gegenzug auch den Schutz, da wir doch mit sehr vielen Menschen zusammenkommen“, meint Ramharter. Die 3G-Regelung am Arbeitsplatz sieht sie generell als die richtige Entscheidung: „Die Kontrolle ist die einzige Chance, um die Pandemie endlich zu überwinden.“

Das Thema beschäftigt erwartungsgemäß auch die Arbeiterkammer. Ein großer Ansturm der Arbeitnehmer sei laut Bezirksstellenleiter Christian Hemerka aber nicht zu befürchten. „Telefonische Anfragen gibt es schon, aber nicht wirklich viele“, berichtet er. „Derzeit wird noch abgewartet. Die Stimmung ist eben wieder recht negativ, weil die Zahlen so exorbitant steigen.“

Ein Punkt, der bei Arbeitnehmern noch für viel Unklarheiten sorgt, liege im Schichtdienst. Apotheken sind nicht immer geöffnet und was tun, wenn die Gültigkeit des Tests vor Schichtende abläuft? „PCR-Tests sind oft nicht gleich verfügbar und können bis zu 24 Stunden dauern. Die meisten Fragen drehen sich um dieses Problem“, erzählt Hemerka. Natürlich sei das aber auch kein Grund, nicht zu erscheinen. Die Verantwortung des Testnachweises liege laut Christian Hemerka letzten Endes beim Dienstnehmer selbst.

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