Viel Neues auf der Thayarunde. Die Radrunden im Thayaland werden weiter optimiert. Fokus liegt auch auf der Versorgung.

Von Sebastian Dangl. Erstellt am 07. April 2021 (04:01)
Symbolbild 
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Die Radsaison im Thayaland nimmt so langsam wieder richtig Fahrt auf. Um mit dem Rekordjahr 2020 mithalten zu können, investiert der Zukunftsraum weiterhin in die Thayarunde.

So gibt es heuer einen neuen Streckenteil in Gilgenberg. Rund ein Kilometer der alten Bahntrasse wurde für den Radverkehr umgebaut. Auch zwei neue Brücken bietet die Strecke jetzt. Dadurch kann der gesamte Ort abseits der Straße durchfahren werden. Eine weitere Streckenverlegung gibt es zwischen Grossau und Schaditz. Etwa dreieinhalb Streckenkilometer wurden von der Landesstraße auf einen wenig befahrenen Güterweg verlegt. Zu den Neuheiten, die heuer noch kommen sollen, zählt zudem eine Unterführung in Dobersberg. Geplant ist auch die Errichtung mehrerer Unterstände entlang der Strecke, falls das Wetter wie zu Ostern seine Launen zeigt.

Optimierungspotenzial bei der Gastronomie

Das Streckenangebot kann sich also mittlerweile mehr als nur sehen lassen. Auf der anderen Seite gäbe es aber noch großes Optimierungspotenzial bei der gastronomischen Versorgung der Radgäste. Ein neuer Nahversorger mit regionalen Produkten in Waldkirchen ist schon lange in Planung. Auch Übernachtungsmöglichkeiten brauche es mehr, denn gerade hier wäre es in den letzten Jahren öfters zu Engpässen gekommen. In Waldkirchen wurde mit zum Hotel umfunktionierten Zugwaggons ein interessantes Konzept geschaffen, das weiter ausgebaut werden soll. „Man braucht diese Übernachtungsmöglichkeiten entlang der Thayarunde. Das biete die Möglichkeit, die Strecke in vernünftige Etappen aufzuteilen, um nicht alles auf einmal fahren zu müssen“, meint Erasmus.

Ein wichtiges Thema ist zudem der Radverleih. Hier setzt man auf das Theo-Radverleihsystem. An zahlreichen Stationen entlang der Strecke wird so ein einfaches Ausborgen und Abgeben ermöglicht. Die Bestückung der einzelnen Stationen sei bereits wieder voll im Gange. Auch der im Vorjahr eingeführte Radtramper soll ab Mai wieder unterwegs sein, um für noch mehr Flexibilität und Komfort auf der Strecke zu sorgen. „Der Radtramper hat sich bewährt“, meint Erasmus. „Wenn man einen Teil der Strecke pausieren möchte, fährt man einfach eine Etappe mit dem Bus.“ Zudem biete der Radtramper eine optimale Verbindung zwischen Reblausexpress und Franz-Josefs-Bahn.

Neue Wegewerden erforscht

In die Zukunft blickend will man natürlich weitere Strecken aufschließen, auch abseits der gewohnten Bahnen. „Wir bewegen uns in die Richtung, auch Mountainbikewege attraktiver zu machen“, erzählt Erasmus. Zwei konkrete Wege bei Gastern und Kautzen seien im Gespräch. Damit wolle man vermehrt auch die Jugend wieder auf das Rad bekommen. „Vom Gelände her bieten die Wege eine ideale Voraussetzung. Zuerst gilt es aber, sich mit den Eigentümern zu einigen und die rechtlichen Rahmenbedingungen zu klären. Da gibt es noch eine Menge zu tun.“ Entwicklung braucht schließlich viel Arbeit.