Erstellt am 11. Januar 2017, 05:51

von Edith Hofmann

Wintereinbruch: Sturmtief forderte die Einsatzkräfte. Sturm, Eis und Schneefall sorgten für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren und hielten Straßendienst auf Trab.

Von den Feuerwehrmitgliedern wurde die Lage begutachtet, um die weiteren Schritte zur Bergung des umgestürzten Anhängers einzuleiten.  |  FF Groß Siegharts

Der Winter gab in der Vorwoche wieder ein kräftiges Lebenszeichen. Mit Sturm, Eis und Schneefall zog das Sturmtief „Axel“ über den Bezirk hinweg und sorgte für zahlreiche Einsätze der Feuerwehren sowie für einen Rund-um-die-Uhr-Dienst der Straßenmeistereien.

Bereits in den frühen Morgenstunden des 4. Jänner rutschte ein Pkw-Lenker auf der Fahrt von Vitis Richtung Heinreichs in den Straßengraben. Der Lenker konnte die Fahrt ohne Schäden am Fahrzeug wieder fortsetzen. Auf dem Güterweg von Pleßberg Richtung Kleingerharts rutschte ein Pkw in den Graben. Das Fahrzeug wurde von den Feuerwehren Kautzen und Pleßberg mit der Seilwinde zurück auf die Straße gezogen.

Pkw-Bergung bei Aigen, Bergungsarbeiten nach dem Zusammenstoß zwischen einem Pkw und einem Kleintransporter im Ortsgebiet von Modsiedl oder ein Pkw, der zwischen Buchbach und Jaudling in den Straßengraben schlitterte - kaum dass eine Wehr wieder eingerückt war, wurde schon der nächste Notruf abgesetzt.

Aufgrund einer starken Windböe kam ein Land Rover ins Schleudern. Um einen Zusammenstoß mit einem entgegen kommenden Fahrzeug zu verhindern, fuhr der Lenker (er blieb unverletzt) über den Straßengraben und kam in einem Feld zum Stillstand.  |  FF Waidhofen

Die Feuerwehren Matzles und Waidhofen wurden zu einer Fahrzeugbergung auf die Landesstraße 60 gerufen. Der Lenker eines „Land Rover“ kam nach einem Ausweichmanöver von der Fahrbahn ab und stieß im angrenzenden Acker gegen eine Feldbegrenzung. Kurz vor 14 Uhr ein weiterer Einsatz: Die Feuerwehren Merkengersch und Dobersberg eilten einem Transporter zu Hilfe, der auf Höhe Schellingshof in den Straßengraben gerutscht war. Auf einem Güterweg bei Goschenreith (Gemeinde Dobersberg) steckte eine Pkw-Lenkerin fest.

Ein aufwendiger Einsatz forderte die Feuerwehren Loibes und Groß Siegharts-Stadt zwischen Loibes und Wienings. Ein mit Getreideschrot beladener Traktoranhänger kippte in den Straßengraben. Der Traktor blieb glücklicherweise auf allen vier Rädern auf der Straße stehen. Der Lenker der Zugmaschine blieb unverletzt. Mit den Seilwinden des Tanklöschfahrzeuges der Feuerwehr Loibes und des Rüstfahrzeuges der Feuerwehr Groß Siegharts-Stadt wurde der Anhänger wieder auf die Räder gestellt. Gesichert durch die Feuerwehrfahrzeuge konnte der Anhänger mit dem Traktor aus dem Graben gezogen werden. Nach 2,5 Stunden waren die Bergungsarbeiten abgeschlossen.

Der nächste Einsatz wartete bereits auf die Feuerwehr Waidhofen. Zwischen Waidhofen und Götzweis rutschte ein Kleintransporter in den Straßengraben. Bis 19 Uhr standen im gesamten Bezirk Waidhofen 15 Feuerwehren mit insgesamt 108 Mitgliedern im Einsatz.

Arbeitsintensive Tage für Straßenwärter

Weniger spektakulär, aber nicht weniger arbeitsintensiv sahen die Mitarbeiter bei den Straßenmeistereien dem neuerlichen Wintereinbruch entgegen. „Mit Schneezungen hatten wir im gesamten Einsatzbereich der Straßenmeisterei Dobersberg zu kämpfen“, erklärte Straßenmeister Norbert Pölzl. Vereinzelt wurden in den Graben gerutschte Autos befreit, die gesamte Mannschaft war durchgehend im Einsatz, da es durch das starke Windaufkommen immer wieder zu neuen Scheeverwehungen kam. Besonders zwischen Dobersberg und Fratres waren die Einsatzfahrer gefordert. „Für den Wind wird hier seitlich eine große Angriffsfläche geboten, der Schnee war leicht, was auch immer wieder zu Verwehungen führte“, so Pölzl.

Straßenmeisterei-Stellvertreter Andreas Blauensteiner sah am Donnerstag eine leichte Beruhigung der Situation. „In der letzten Nacht sind wir durchgehend gefahren. Es gibt aber immer wieder Straßenabschnitte, wo sich permanent Schneezungen bilden.“ Im Bereich der Straßenmeisterei Waidhofen waren dies vor allem die Strecken rund um Lichtenberg und Matzles, der Abschnitt Waidhofen-Heidenreichstein sowie die Strecke Waidhofen-Thaya. Probleme verursachte auch immer wieder die Strecke zwischen Nonndorf und Vitis.

„Alles im üblichen Maß“, lautete die Antwort von Straßenmeister Franz Rausch aus Raabs. „Vereinzelt sind die Schneezungen bis zu 30 Zentimeter hoch gewesen. Dadurch, dass nicht viel Schnee lag, war die Gesamtsituation aber nicht gefährlich!“

Batterien, die den Dienst versagten und durch die Kälte eingefrorener Dieseltreibstoff machten vergangenen Samstag auch zahlreiche Einsätze des ARBÖ Groß Siegharts und des ÖAMTC Waidhofen erforderlich.

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