„Thayarunde“ wird noch weiter ausgebaut. Ein Jahr nach der Eröffnung gibt es zwar kein Fest, aber nun werden auch Nachbargemeinden an das Radwegnetz angebunden.

Von Hannes Ramharter. Erstellt am 25. Juli 2018 (04:18)
Ramharter
Willi Erasmus repariert ein Rad an der Werkzeug-Säule.

Sehr zufrieden sind die Hauptverantwortlichen des Radwegs „Thayarunde“ mit der Entwicklung. Auch wenn derzeit noch keine Zählgeräte montiert sind, ist eine deutliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr zu erkennen, darüber sind sich Radweg-Manager Willi Erasmus und der Obmann der Kleinregion „Thayaland“, der Dobersberger Bürgermeister Reinhard Deimel, einig.

Heuer sind verstärkt Radtouristen aus Tirol, Salzburg und Oberösterreich auf der Thayarunde unterwegs. Das wirkt sich natürlich auch auf die Gastronomie aus, so hat die Familie Schmidtmayer in Dobersberg ihr Bettenkontingent bereits erweitert und will das noch weiter ausbauen.

Auch das Schlafen im Waggon in Waldkirchen wird gut angenommen, die Auslastung ist ebenso gut wie die Rückmeldungen der Gäste. Der Streckenabschnitt zwischen Waidhofen und Waldkirchen ist besonders für Kinder attraktiv - in Thaya gibt es den Haidl-Keller und ein Radparcours soll kommen, weiters sind der Naturpark Dobersberg und die Waggons in Waldkirchen für Kinder besonders anziehend.

Hannes Ramharter
Reinhard Deimel vor einer Raststelle im Bahnhofgelände Dobersberg.

Der Streckenabschnitt von Raabs nach Göpfritz sticht durch das gute Kulturangebot in Raabs und Groß Siegharts hervor, eignet sich also für zusätzliche Aktivitäten. Darüber hinaus gibt es im Bereich dieses Abschnitts ein besonders attraktives Hotelangebot.

Die Runde ist dank der Thayabrücke in Altwaidhofen bereits geschlossen, so kann man von Waidhofen über diese Brücke nach Hollenbach und von dort über den Predigtstuhl nach Dietmanns bzw. Groß Siegharts fahren. Am Verbindungsweg von Raabs über Modsiedl nach Großau und Schaditz und dann nach Tschechien wurde ebenfalls noch ein Teilstück asphaltiert, und Info-Tafeln wurden zum Teil bereits aufgestellt.

Auch auf den Rastplätzen werden noch zusätzliche Info-Tafeln angebracht, in Fratres wird noch ein Unterstand errichtet.

„Ich freue mich , dass das Angebot angenommen wird. Aber wir sind noch nicht am Ende, wir wollen es immer ergänzen und verbessern!“ Reinhard Deimel, Obmann der Kleinregion „Thayaland“

Der nächste Schritt soll durch Anbindungen von Gemeinden erfolgen, die nicht direkt am Radweg liegen. So wird es zum Beispiel eine „Kräuterrunde“ von Dobersberg über Karlstein nach Weikertschlag, entlang der Mährischen Thaya in Tschechien bis Slavonice, Kautzen und Gastern geben.

Bereits beschildert ist die „Seebsbach-Runde“ von Groß Siegharts über Blumau nach Ludweis, Diemschlag und Aigen.

In Waidhofen wird es eine „Teiche-Route“ geben, die von Waidhofen nach Pfaffenschlag, Seyfrieds, Vitis wieder nach Waidhofen führt. Teich- und Kräuterroute müssen erst beschildert werden.

"Wir sind noch nicht am Ende"

Das Info-Zentrum am ehemaligen Bahnhof in Dobersberg ist von Juni bis September auch am Wochenende geöffnet. Hier gibt es einen kleinen Ausstellungsraum mit Bildern von der ehemaligen Bahnstrecke, es ist aber auch geplant, dort in Zukunft kurze Videos und Szenen aus Spielfilmen zu zeigen, die an dieser Bahnstrecke einst gedreht wurden. Natürlich bekommen die Radfahrer dort auch Informationen über Gasthäuser, Quartiere und die Strecke.

Als Service ist dort eine „Werkzeugsäule“ eingerichtet, mit deren Hilfe kleinere Reparaturen an den Fahrrädern selbst durchgeführt werden können. Auch Paket-Angebote für die Gäste werden in Zusammenarbeit mit der Tourismus-Destination Waldviertel ausgearbeitet.

Noch heuer werden an zwei Stellen für die Radfahrer nicht sichtbare Zählstellen installiert, wo genau, will man nicht bekannt geben, um Manipulationen zu vermeiden.

„Ich freue mich natürlich, dass das Angebot angenommen wird. Aber wir sind noch nicht am Ende, wir wollen es immer ergänzen und verbessern“, meint Reinhard Deimel abschließend.

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