Erstellt am 18. Januar 2017, 04:35

von René Denk

Wintersport im Bezirk: Lifte in Betrieb. Pisten in Dobersberg und Ulrichschlag sind befahrbar, für Langläufer ist Kautzen heuer eine der besten Adressen.

Der Schilift in Dobersberg wurde am Samstag gut besucht. Im Bild: Bernhard Resl, Matthias Ledwinka, Clara Schmitmeier, Maria Schmid, Franz und Eva Rosenmaier, Johann Muthsam, Geschäftsführender Gemeinderat Friedrich Goldnagl und Andreas Schmitmeier.  |  René Denk

Nach zwei milden Wintern, die den Wintersport nur sehr eingeschränkt möglich machten, gibt es heuer im Bezirk wieder etwas mehr Möglichkeiten.

„Der Skilift konnte am 8. und 9. Jänner in dieser Saison in Betrieb genommen werden. Wir konnten aber nicht gut präparieren, dazu hätte es mehr Schneemengen gebraucht“, erzählt Dobersbergs Bürgermeister Reinhard Deimel über den Maiswald-Skilift, der am besten über den Ort Riegers zu erreichen ist. Am vergangenen Freitag wurde der Lift dann aktiviert. Es wurde auch am Samstag und am Sonntag gefahren.

Skilift in Dobersberg wurde gut genutzt

Die Skihüttenbetreiber Eva und Franz Rosenmaier freuen sich, dass heuer wahrscheinlich wieder mehr Skisport möglich ist. Nach der Saison 2015/2016, wo nur insgesamt an drei Tagen gefahren werden konnte und der Saison 2014/2015, wo der Skilift keinen einzigen Tag aufgesperrt wurde, ist das ein Lichtblick. 2013/2014 konnte die Skipiste rund drei Wochen lang benutzt werden. „Unser Skilift ist besonders für Anfänger geeignet. Die Kinder können in der Mitte aussteigen und den flachen Zielhang hinunterfahren“, sagt Eva Rosenmaier. Gleichzeitig könne man für den kurzen ersten Abschnitt das Fahren mit dem Lift erlernen, ergänzt Gatte Franz Rosenmaier.

Bei entsprechender Schneelage öffnen Skilift und Hütte von Freitag bis Sonntag. Sofern es Anmeldungen von Gruppen bzw. Schulklassen unter der Woche gibt, wird auch dann geöffnet.

Gleich bei der ersten Möglichkeit, am Sonntag, 8. Jänner, kamen viele Skifahrbegeisterte zum Maiswald-Lift, um auch „daheim“ dem Winterspaß nachzukommen. „Auch wenn Skifahren bei uns nicht so oft möglich ist, leistet sich die Gemeinde die jährlichen Überprüfungen, die auch gemacht werden müssen, wenn nicht gefahren wird. Das ist für die Gemeinde kein Gewinn, aber wir wollen speziell Kindern und Jugendlichen etwas bieten“, meint Geschäftsführender Gemeinderat Friedrich Goldnagl beim Lokalaugenschein.

Auch der Skilift Frauenstaffel in Ulrichschlag ist in Betrieb: „Am vergangenen Sonntag konnten wir nur unseren Kinderlift im unteren Teil der Piste in Betrieb nehmen. Dafür gab es keinen Kartenverkauf, die Gäste konnten die Piste gratis benutzen“, sagt Waidhofens Stadtrat Eduard Hieß.

Der Eislaufplatz in Windigsteig wird gut genutzt. Im Bild: Paul, Lisa und Kerstin Weber, Alexandra und Konstantin Bauer, Melanie und Maximilian Schatzko sowie der Obmann des Stockschützenvereins Windigsteig, Johann Höchtl.  |  René Denk

Speziell im oberen Bereich gab es wenig Schnee. Der geringe Schneefall am Sonntag reichte aber aus, dass der große Skilift ab Montag, 13 Uhr geöffnet wurde. Weiters entwickelte sich nach einem Posting von Stadtrat Franz Pfabigan auf Facebook am Samstag eine Diskussion.

„Es ist nicht ideal, aber wir fahren. In den nächsten Tagen soll es kalt bleiben, sodass wir wahrscheinlich auch da fahren können“, sagt Waidhofens Sportstadtrat Eduard Hieß im NÖN-Gespräch. Große Teile des gefallenen Schnees wurden speziell im oberen Bereich vom Sturm wieder verweht.

Das letzte Mal wurde der Skilift in der Saison 2012/2013 in Betrieb genommen, wo sehr lange durchgefahren werden konnte. „Wenn es genügend schneit, werden wir natürlich sofort die Präparierung und Verbesserung der Piste in Angriff nehmen. Wir sind jeden Tag dafür gerüstet“, ist Hieß überzeugt.

Informationen, ob und wann die beiden Skilifte in Waidhofen und Dobersberg geöffnet haben, gibt es über Facebook, die Homepage der Gemeinden sowie auf den Gemeindeämtern selbst.

Für Langläufer ist auch heuer im Bezirk eine der besten Adressen die Gemeinde Kautzen, wo auch im Vorjahr gespurt und gefahren werden konnte. Bürgermeister Manfred Wühl erzählt, dass schon seit dem 8. Jänner von einer Gruppe Freiwilliger die Loipe, in die man bei der Kirche in Kautzen und am Ortsende von Illmau am besten einsteigen kann, gespurt wird. Die Langlaufloipe geht von Kautzen und Illmau nach Radschin und zieht dann eine Schleife wieder retour. Im besten Fall sind über zwölf Kilometer Strecke vorhanden.

„Bei uns kann man schon seit 3. Jänner Eislaufen!“
Windigsteigs Stockschützen-Vereinsobmann Johann Höchtl.

In den anderen Gemeinden, die auch eher Adressen für Langläufer wären, wie Dietmanns mit der Loipe am Bründlberg, gab es heuer großteils zu wenig Schnee, um das Spurgerät sinnvoll einsetzen zu können. Bei einigen Langlaufstrecken „spurten“ sich die Wintersportler die Strecke mit den Schiern selbst. Waldkirchens Bürgermeister Rudolf Hofstätter sagt aber, dass er im Waldkirchner Abschnitt des Radwegs „Thayarunde“ Langläufer schon des Öfteren gesehen habe: „Das dürfte in unserem Abschnitt ganz in gut funktioniert haben.“ Am Radweg ist aber nicht gewährleistet, dass durchgängig Schnee liegt.

Auf einigen Löschteichen und anderen Gewässern wird auch in den Gemeinden vereinzelt Eisgelaufen. Meistens wird das Eis von privaten Personen selbst geräumt, damit man die Kuven gleiten lassen kann. Eine der besten Adressen dürfte heuer der Stockschützenplatz in Windigsteig dafür sein, wo der Stockschützenverein gemeinsam mit der Feuerwehr schon am 30. Dezember den Platz mit Wasser befüllte und seither vier Mal erneut Wasser aufgetragen hat.

„Bei uns kann schon seit 3. Jänner gefahren werden, am vergangenen Samstag konnten wir auch Eisstockschießen“, erklärt Obmann Johann Höchtl. Für die Eisläufer wird ein beheizter Container aufgestellt, wo sie sich für das Eislaufen umziehen können. Weiters wurde auch das Vereinshaus beheizt und bietet den Eisläufern eine Möglichkeit, eine Toilette zu benutzen. Vergangenen Donnerstag, Freitag und Samstag wurde der Platz gut frequentiert. Die Eisfläche ist 60 mal 30 Meter groß und wird immer wieder von Vereinsmitgliedern geräumt.

Auch viele Hügel werden zum Rodeln und Sackrutschen benutzt. In Raabs wird dazu jeden Winter die Straße zur Tennishalle gesperrt, damit die Kinder ihr Vergnügen haben können.