Waidhofen an der Thaya

Erstellt am 09. August 2017, 05:47

von Michael Schwab

Zu wenig WC-Anlagen? Schüssel lag vor WC.... Radweg-Benutzer kritisiert fehlende WCs entlang des Radwegs „Thayarunde“, Anlage in Waidhofen ist gesperrt.

Diese Klomuschel lag am Wochenende direkt vor der WC-Tür.  |  Schwab

Mit einigen Freunden fuhr Sebastian Bauer den kompletten Radweg „Thayarunde“.

Dabei stellte er, wie er in einem an die NÖN gerichteten E-Mail ausführt, das Fehlen von WC-Anlagen als großen Minuspunkt fest: „Leider mussten wir feststellen, dass sich das erste WC auf diesem Rundkurs nach 75 km befindet am Bahnhof Dobersberg und das zweite WC, das sich am Bahnhof Waidhofen befindet, außer Betrieb ist“, schreibt Bauer.

„Wir haben das Bahnhofsgebäude in Waidhofen erst mit Juli offiziell übernommen. Die WC-Anlagen wiesen leider schwere Frostschäden auf, wir sind aktuell gerade dabei, die Anlagen zu sanieren, aber das dauert eben seine Zeit“, erklärt Reinhard Deimel, der Obmann des Zukunftsraums Thayaland, der den Radweg betreibt, auf Nachfrage der NÖN.

"Für die Sanierung ist nicht die Stadtgemeinde zuständig"

Zur WC-Situation entlang der Thayarunde führt er an, dass es außer in Dobersberg und Waidhofen auch die Toiletten im Gemeindezentrum in Waldkirchen während der Öffnungszeiten des „Gemeindestüberls“ (Dienstag bis Sonntag von 9 bis 23 Uhr) sowie im Jugend- und Familiengästehaus in Raabs benützt werden können. „Wir werden uns freilich ansehen, ob entlang der Strecke weitere WC-Anlagen möglich sind“, sagt Deimel. Ein pikantes Detail am Rande: Am Wochenende lag eine abgebaute WC-Schüssel direkt vor den Türen des gesperrten WCs. IG-Waidhofen-Gemeinderat Herbert Höpfl postete ein Foto davon auf Facebook.

„Für die Sanierung der WC-Anlage ist der Zukunftsraum Thayaland zuständig, nicht die Stadtgemeinde. Hier hat offensichtlich die beauftragte Installateurfirma mit dem Abbau der alten WCs begonnen und sie anschließend liegen gelassen. Herr Höpfl hätte, statt zu fotografieren, besser selbst das herumliegende Klo weggeräumt. Leider haben wir in Waidhofen die Angewohnheit, uns bei solchen Angelegenheiten in möglichst schlechtes Licht zu rücken“, stellt der für den Tourismus zuständige Stadtrat Thomas Lebersorger (ÖVP) klar.