Feuriges & Star Trek zum 40-Jährigen. Die Blasmusikkapelle Thaya griff auf ungarische Töne und auf einen Kultfilm zurück, hatten aber viel noch mehr in ihrem Repertoire.

Von Michael Schwab. Erstellt am 07. Januar 2020 (12:28)
Das Neujahrskonzert der Blasmusik Thaya stand ganz im Zeichen des 40-jährigen Bestandsjubiläums des Musikvereins.
Michael Schwab

Vierzig Jahre ist es her, seit die Blasmusikkapelle Thaya gegründet wurde: Anlässlich des runden Geburtstags hatten sich die Musiker unter Kapellmeister Philipp Rosenblattl ein besonderes Programm für das Neujahrskonzert einfallen lassen.

Statt der bei solchen Konzerten oft üblichen Walzer-Lastigkeit gab es feurige ungarische Rhythmen, ein Star Trek-Medley und Freddie Mercury zu hören. Eröffnet wurde das Konzert mit dem „UNO-Marsch“, dem Marsch der Vereinten Nationen aus der Feder von Robert Stolz. Angesichts dieses Eröffnungsstücks war es dann auch konsequent, als einzigen Walzer im musikalischen Repertoire den „Waltz. No. 2“ des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch zu spielen.

Die ausgezeichneten Musiker Franz Kloiber, Wolfgang Bara, Petra Dangl, Nico Meller, Timo Meller, Erich Fröhlich, Herbert Kloiber und Martin Müllner.
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Ein Höhepunkt war der Gastauftritt von Vera Panagl mit ihrer Violine bei der Komposition „Csárdás“ des italienischen Komponisten Vittorio Monti – dem Stück liegt ein ungarischer Csárdás“, ein Volkstanz, zugrunde. Auch Johann Strauss Sohn kam mit „Éljen a Magyar!“ vor – eine gute und erfrischende Wahl, mit der es beschwingt in die Pause ging.

In der zweiten Hälfte des Konzerts forderte Rosenblattl seine Musiker, insbesondere die Schlagzeuger, mit einem Medley aus der Filmmusik zu „Star Trek Into Darkness“.

Auch ein Ausflug in die griechische Mythologie (Aiolos von Florian Moitzi) stand am Programm, ebenso „Don’t Stop Me Now“ von Freddie Mercury.

Das Publikum war gnadenlos und forderte drei Zugaben ein, darunter auch den Radetzkymarsch, der bei keinem Neujahrskonzert fehlen darf.

Durch das Programm führten in gewohnt souveräner Manier Beatrix Sauer, Angelika Weiss und Agnes Kloiber. Passend zum Jubiläum wurden auf einer Leinwand alte Fotos gezeigt, die mitunter für Gelächter im Publikum sorgten, waren doch einige Schnappschüsse dabei. Schließlich wurden auch einige Musiker im Rahmen des Konzerts geehrt.

Vera Panagl begeisterte mit ihrem Violinenspiel.
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