Reith hat eine neue Sehenswürdigkeit. Alte Feuerwehrspritze wurde in mehr als 400 Stunden mühevoll restauriert. Sie ist im Zubau zum Feuerwehrhaus zu sehen.

Von Thomas Weikertschläger. Erstellt am 04. März 2018 (06:10)
Thomas Weikertschläger
Alfred Adamec und Wolfgang Gruber (von links) präsentieren stolz die aufwendig restaurierte Feuerwehrspritze in Reith. Foto: Weikertschläger

Die 30-Seelen-Ortschaft Reith verfügt über eine neue Sehenswürdigkeit: Eine aufwendig restaurierte Feuerwehrspritze, die aus der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts stammt, ist seit wenigen Tagen in einem Zubau am ehemaligen Feuerwehrhaus in Reith ausgestellt.

In 400 Stunden mühsam restauriert

Die Spritze stand in Reith noch bis in die 1960er-Jahre im Einsatz. Als die Wehr, die noch in den 70er-Jahren in die Feuerwehr Eibenstein aufgenommen wurde, dann einen neuen Traktor in Dienst gestellt hat, wurde die Spritze in einem Stadl in der Nähe des Feuerwehrhauses abgestellt.

„Dort ist sie bis vor Kurzem herumgestanden und immer mehr verdreckt“, erzählt Wolfgang Gruber, FF-Kommandant in Eibenstein und bis vor kurzem Ortsvorsteher in Reith. Dann habe man den Entschluss gefasst, das alte Stück herrichten zu lassen, weil „nicht jedes Dorf so eine historische Spritze hat“, so Gruber.

Ein Reither habe die Spritze dann nach Tschechien zu einem Experten gebracht, der sie in insgesamt 400 Stunden mühsam restauriert hat. „Die Spritze wäre jetzt sogar wieder einsatzbereit“, erzählt Gruber, der gemeinsam mit seinen Kameraden die Pumpe auch wieder ausprobiert hat. Zum Einsatz ist lediglich Krafteinsatz an der Pumpe gefragt.

Besonders in den Abendstunden, in denen die Pumpe beleuchtet ist, hat sie sich zu einem wahren Blickfang in Reith entwickelt. Künftig wollen die Verantwortlichen rund um Gruber den Glaszubau optisch noch weiter attraktivieren. Geplant ist, Schaufensterpuppen mit alten Feuerwehruniformen und weitere alte Feuerwehr-Utensilien auszustellen – und so einen schönen Blickfang für das Dorf zu gestalten.