Radeln fürs Klima in Vitis. Alltagsradeln soll ein Baustein im Kampf gegen den Klimawandel sein. Energiemodellregionsmanager radeln quer durchs Land.

Von Michael Schwab. Erstellt am 14. August 2019 (08:32)
Michael Schwab
Klimafreundlich mobil: Kleinregionsobmann Eduard Köck, Klima- und Energiemodellregionsmanager Ansbert Sturm, Simon Klambauer, der Waidhofner Bürgermeister Robert Altschach, Kleinregionsmanagerin Beate Grün, der Vitiser Vizebürgermeister Hermann Lauter, der Bürgermeister von Ludweis-Aigen Hermann Wistrcil und Herwig Kolar beim Start zur vierten Etappe des „Giro to Zero“ in Vitis.

Mit Elektro-Lastenrädern 2.500 km quer durch Österreich: Dieses Ziel haben sich die beiden Klima- und Energiemodellregionsmanager Herwig Kolar und Simon Klambauer mit ihrem „Giro to Zero“ gesetzt.

Am Freitag starteten sie in Vitis zur vierten von fünf Etappen, die sie über Großschönau, Freistadt und Eferding bis ins Salzburger Seenland und zurück durch das Traunviertler Voralpenland und Gröbming über Amstetten ins südliche Waldviertel führt, wo sie laut Plan am Mittwoch ankommen sollen.

Auf ihrer Tour besuchen sie alle 95 Klima- und Energiemodellregionen Österreichs. Los ging es am 28. Mai beim Klimagipfel in Wien. Die Anreise zu den Ausgangspunkten der jeweiligen Etappen und die Rückreise erfolgt stets klimafreundlich mit dem Zug – nicht immer einfach, da die Lastenräder nicht in jedem Zug mitgenommen werden dürfen.

„Das Lastenrad ist eine gute Alternative zum Auto. Wenn wir es schaffen, 2.500 Kilometer durch Österreich zur fahren, kann keiner sagen, dass es unmöglich ist, mit dem Rad zum Einkaufen zu fahren“, brachte Herwig Kolar eine der Kernbotschaften des Projekts auf den Punkt.

Für bergiges Gelände: Zweiter Akku nötig

Um die 100 Kilometer fahren die beiden Radsportler pro Tag. Im flachen Gelände reicht dafür eine Akkuladung aus. „Für bergige Gegenden haben wir einen zweiten Akku dabei, dass das notwendig ist, zeigte sich auf den Etappen in der Steiermark und in Kärnten, wo wir einige Höhenmeter zurücklegten“, berichtete Kolar.

Auf ihren Zwischenstationen in den Klima- und Energiemodellregionen machen sie auf das Alltagsradeln als einen Baustein im Kampf gegen den Klimawandel aufmerksam. Im Bezirk Waidhofen hat das Radfahren durch die „Thayarunde“ einen spürbaren Aufschwung erfahren. „Wir merken, dass gerade Personen zwischen 60 und 70 wieder auf ihre Fahrräder steigen“, betonte Kleinregionsmanagerin Beate Grün.

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