Garten für Ausstellungen. Erich Inselsbacher hat in den letzten drei Jahren 80 Tonnen Stein verarbeitet. Er sammelt seit 40 Jahren Mineralien und Edelsteine.

Von René Denk. Erstellt am 16. September 2014 (10:19)
Erich Inselsbacher in seinem »Garten« in Brunn bei Dobersberg freut sich über immer mehr Menschen, die sich die Skulpturen ansehen. Fotos: René Denk
NOEN, René Denk

Vor rund vier Jahren zog der Oberösterreicher Erich Inselsbacher nach Brunn bei Dobersberg. Und vor rund drei Jahren begann er mit der Erschaffung seines „Gartens“, der aber immer mehr einer Freilicht-Ausstellungsfläche ähnelt.

„In diesem Garten habe ich in den letzten drei Jahren sicher zumindest 80 Tonnen Stein verarbeitet. Soweit es ging, habe ich hier nahezu alles mit eigener Kraft und den eigenen Händen gemacht. Es zählt nicht das, was man sich kaufen kann, sondern was man mit eigenen Händen erschaffen kann“, erzählt Inselsbacher beim NÖN-Besuch. Rund 25 Steinskulpturen und Bauwerke, über eine Hand voll Holzskulpturen und rund 500 Bäume hat der 64-Jährige jetzt bereits in seinem „Garten“ stehen.

Dort hat er zum Beispiel eine Naturkapelle gebaut - einen nach oben offenen Steinbau, der mit einigen Mineralien und weiteren Details verschönert wurde. Darin wachsen auch zwei Bäume, die einmal das Dach der Kapelle bilden sollen. Weiters schnitzte er eine Marienstatue aus Nussholz und schuf für diese einen angemessene Stellfläche. Viele weitere Steinbauten sollen die Dreifaltigkeit darstellen.

Der „Brunner Wackelstein“ ist genauso zu betrachten wie mehrere - lieblos bezeichnet - Steinglaubhaufen, die bei ihrer eigenwilligen Form bis zu 2,5 Meter hoch sind.

„Energiekunst“ als Bezug zur Natur

Der Bezug zur Natur und zur neu gefundenen Waldviertler Heimat ist dem pensionierten Versicherungsdirektor ganz wichtig. „Hier wird Energiekunst dargestellt“, meint Inselsbacher. Vor allem diese schweißtreibende Handarbeit lässt den 64-Jährigen Umwelt und Natur erleben und spüren.

Seit rund 40 Jahren sammelt er bereits Mineralien und Edelsteine und hat darüber auch schon das Buch „Kribbelndes Kristallglitzern“ im Eigenverlag herausgegeben. „Denn das Größte ist der Mensch in seinem Schaffen, aber das Höchste ist die Natur, in deren Schöpfung der Mensch erst zu atmen vermag“, stellt Inselsbacher in seinem Buch die demütige Haltung gegenüber der Natur dar.

Seit 30 Jahren fand er immer mehr Bezug zur Kunst und hat eine bemerkenswerte Sammlung von über 2.000 Exponaten in seinem alten Hofgebäude angehäuft. Viele Werke können gar nicht zur Schau gestellt werden, weil der Platz fehlt. So hat er eine bemerkenswerte Sammlung von Monika Grassberger, die liebevoll in Kleinstarbeit die Natur mit ihren feinen Arbeiten aus edlem Hutschenreuther Porzellan darstellt.

Weiters sind viele Glasobjekte vom tschechischen Glaskünstler Jirci Pacinek und zahlreiche Gemälde zu sehen. Sie stammen von Josef Zigmund, Franta Patocka, Erich Fröschl, Adalbert Schlager, Daniel Geremus und Jirci Salaba.

Weiters gibt es auch noch zahlreiche Mineralien- und Holzarbeiten von Inselsbacher selbst zu sehen. Viele seiner Edelsteine verfeinerte er selbst zu Ausstellungsstücken.

„Immer mehr Menschen fahren zu mir hintaus und betrachten meinen Garten“, freut sich Inselsbacher über das größer werdende Interesse. Besucher seien herzlich willkommen. Wenn er daheim ist, seien auch Hausführungen möglich, sagt der 64-Jährige abschließend.

Diese Marienstatue steht ebenfalls im „Garten“ von Erich Inselsbacher in Brunn bei Dobersberg.