Martin Litschauer (Grüne) wahrscheinlich im Parlament. Damit hat der 42-jährige Energieberater und Waidhofner Stadtrat wohl nicht gerechnet, als er sich für die Grünen auf Platz vier der Landesliste und Spitzenkandidat für den Wahlkreis Waldviertel aufstellen ließ: Martin Litschauer aus Thaya (Bezirk Waidhofen) hat sehr gute Chancen, für die Grünen in den Nationalrat einzuziehen.

Von Michael Schwab. Erstellt am 01. Oktober 2019 (14:47)
Christian Dusek
Martin Litschauer (Grüne) hat gute Chancen auf ein Nationalratsmandat.

Mit einem vorläufigen Landeswahlergebnis von 10,9 Prozent sollte sich das Mandat ausgehen, wenngleich es eine knappe Sache ist. Die grüne Landtagsabgeordnete Silvia Moser aus Zwettl gratulierte ihm jedenfalls bereits heute früh zum Nationalratsmandat, Litschauer selbst gibt sich noch zurückhaltend: „Wir sind optimistisch, dass es sich für mich ausgeht, und ich bin selber auch guter Dinge, aber zu 100 Prozent fix ist es erst am Donnerstag, wenn das amtliche Wahlergebnis vorliegt“, sagt Litschauer.

„So eine Chance bekommt man nur einmal im Leben"

Politisch ist Litschauer seit 2005 im Gemeinderat der Stadtgemeinde Waidhofen für die Grünen tätig. Von 2008 bis 2013 war er Ersatzbundesrat der Grünen NÖ, seit 2018 ist er im Landesausschuss der Grünen NÖ tätig. In Waidhofen ist Litschauer derzeit als Stadtrat für  Kanal, Wasserversorgung, Gemeindestraßen, Parkanlagen, öffentliche Beleuchtung und Umwelt zuständig.

„Es ist für mich eine spannende Zeit, ich muss das jetzt einfach auf mich zukommen lassen. So eine Gelegenheit bekommt man wahrscheinlich nur einmal im Leben, daher werde ich diese Chance nutzen“, stellt Litschauer im Gespräch mit der NÖN klar.

Martina Diesner-Wais (ÖPV), Lukas Brandweiner (ÖVP) und Alois Kainz (FPÖ) haben ebenfalls Mandat

Fix im Nationalrat sind aus dem Wahlkreis Waldviertel Martina Diesner-Wais (ÖVP, Schrems) und Parteikollege Lukas Brandweiner (Bezirk Zwettl). Auch für den FPÖ-Kandidaten Alois Kainz geht sich das Mandat über die Landesliste aus, wie auch für Douglas Hoyos-Trauttmansdorff (NEOS, Krems). Keine Chancen auf ein Nationalratsmandat rechnet sich hingegen der statt Konrad Antoni aufgestellte Wahlkreis-Spitzenkandidat der SPÖ, Günter Steindl, aus. Dafür schnitt die SPÖ zu schlecht ab.