Lassnig: „Homeoffice ist bei uns nicht möglich“. Wie sehr prägt das Coronavirus die Arbeit am Landesklinikum Waidhofen? – Die NÖN-Miniserie mit sieben Beschäftigten, die von ihrem neuen Alltag und ihren neuen Herausforderungen berichten. Heute: Michaela Lassnig, Leiterin des medizinischen Sekretariats.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 03. Dezember 2020 (05:10)
Michaela Lassnig, Leiterin des medizinischen Sekretariats.
Landesklinikum Waidhofen an der Thaya

Der Arbeitstag bzw. der Arbeitsablauf an sich haben sich durch Corona im medizinischen Sekretariat dahingehend verändert, dass das Hauptaugenmerk auf alle Tätigkeiten im Zusammenhang mit Covid-Patienten liegt. Die Zusammenarbeit mit den Bezirksverwaltungsbehörden wurde verstärkt, da täglich Bescheide an Patienten bei uns eintreffen und diese bearbeitet bzw. weitergeleitet werden müssen, sowie auch die dazugehörigen Laborbefunde, welche in immer größerem Ausmaß bei uns täglich einlangen.

Schließung von Abteilungen machte Pensum erst bewältigbar. Durch die Schließung anderer Abteilungen wurde in diesen Bereichen das Arbeitspensum verringert, wodurch der vermehrte Arbeitsaufwand, bedingt durch die Covid-Stationen, durch die Kolleginnen überhaupt erst zu schaffen ist. Die Zusammenarbeit und Kommunikation innerhalb des Teams sowie auch zwischen den Abteilungen wurde nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten auf ein höheres Niveau gehoben, was als einer der positiven Aspekte angesehen werden kann. Da wir keinen Kontakt zu Covid-Patienten haben, ist unser Infektionsrisiko grundsätzlich als sehr niedrig einzustufen. Weil sämtliche Maßnahmen eingehalten werden und auch Masken getragen werden müssen, fühlen sich die Kolleginnen subjektiv gesehen relativ sicher.

Kinderbetreuung ist ein Spagat. Besonders jene Kolleginnen mit Kinderbetreuungsverpflichtungen hatten besonders in der ersten Phase (März/April) diesen Verpflichtungen nur mit großem organisatorischem Einsatz nachkommen können. Auch die Tatsache, dass in unserem Bereich die Möglichkeit des Home-Office nicht durchführbar ist, erschwerte vielen Kolleginnen das Handling von Kinderbetreuung, Lernunterstützung der Kinder und notwendiger Anwesenheit im Büro - der Spagat zwischen all diesen Aufgaben war für einige Kolleginnen sicher nicht einfach zu bewältigen, wurde aber von allen bewundernswert geschafft.