Ein Blick auf das Jahr 2021 im Bezirk Waidhofen. Feuerwehrwahlen, Investitionen und hoffentlich weniger Corona und mehr Kultur.

Von Michael Schwab. Erstellt am 06. Januar 2021 (04:13)

Was bringt das Jahr 2021 im Bezirk Neues? Worauf dürfen wir uns freuen? Angesichts der noch immer aktuellen Corona-Krise sind das keine leichten Fragen, Prognosen, wann was möglich sein wird, gestalten sich schwierig.

Arzt

Das neue Jahr beginnt mit der Eröffnung der zweiten von der Stadtgemeinde Groß Siegharts errichteten Hausarzt-Ordination im Technologie- und Bildungszentrum. Vanessa Kreuter wird am 18. Jänner ihren Dienst antreten.

Covid-19

Das Coronavirus hat Österreich und die Welt weiter fest im Griff. Zumindest im Jänner sieht es hinsichtlich Lockerungen mau aus, wird doch der harte Lockdown voraussichtlich bis 24. Jänner dauern.

Wann und ob vor dem Lockdown-Ende Massentests stattfinden werden, ist derzeit aufgrund des von der Opposition blockierten „Freitesten-Gesetzes“ offen. Inzwischen sind im Bezirk bereits die Covid-Impfungen in Pflegeheimen und im Spital angelaufen.

Ab Mitte Jänner soll die Impfung im Pflege- und Gesundheitsbereich flächendeckend anlaufen.

Feuerwehrwahlen

Im Laufe des Jänners wählen die 119 Wehren des Bezirks ihre neuen Kommandos. Erste Wahlen fanden am vergangenen Wochenende bereits statt. Kleine Wehren kämpfen zunehmend mit schwindenden Mitgliederzahlen, fehlendem Nachwuchs und fehlenden Kandidaten für das Kommando. Fix ist bereits die Auflösung der Feuerwehr Gilgenberg, in der Marktgemeinde Kautzen wackelt die Zukunft der Feuerwehren Reinberg-Dobersberg und Tiefenbach, und auch im Abschnitt Raabs steht eine Zusammenlegung im Raum. In einer schwierigen Situation befindet sich auch die Feuerwehr Grafenschlag, nachdem Kommandant-Stellvertreter Martin Ableitinger unerwartet verstorben ist (die NÖN berichtete). Er hätte Gerhard Süss als Kommandant ablösen sollen. Auch die Feuerwehr Kleinschönau wird nach dem Tod ihres Kommandanten Franz Scharf im November einen neuen Kommandanten wählen müssen.

Kultur

Angesichts des Lockdowns hängen die Kulturveranstalter weiter in der Luft, Planungen sind äußert schwierig und mit großen Unsicherheiten behaftet. Im Theater an der Mauer wurden alle Aufführungen bis auf Weiteres abgesagt, deswegen gibt es derzeit auch noch keinen Spielplan.

In der „Kunst.Galerie-Waldviertel“ in Waidhofen soll die Ausstellungssaison am 30. April beginnen, sofern die Gespräche hinsichtlich Förderungen mit Stadtgemeinde und Land positiv verlaufen. Die Galerien Thayaland wollen ebenfalls wieder im Frühjahr loslegen. Der Kulturkeller Dobersberg hat sein Herbstprogramm 2020 auf 2021 verschoben.

Die Stadt Waidhofen will heuer ihr 850-jähriges Bestehen feiern. Termin und Umfang sind noch ungewiss. Musikfreunde dürfen sich - so es die Corona-Lage zulässt - auf das 41. Internationale Musikfest in Waidhofen vom 4. bis 7. Juli freuen.

Infrastruktur & Investition

Trotz Corona-Krise bauen einige Firmen im Bezirk ihre Betriebe aus. So steckt etwa die Firma Appel in Vitis mitten in der Errichtung ihres neuen Lagers und Logistikzentrums. Etwa zweieinhalb Millionen Euro wird das komplette Bauvorhaben, das bis Ende 2021 abgeschlossen sein soll, kosten.

In Waidhofen wird das Formenbau-Werk der VTW-GmbH im April seinen Betrieb aufnehmen. Bereits im Februar sollen die Maschinen geliefert werden. Ebenso steht Expert Hörmann in Waidhofen vor einer Verdoppelung der Betriebsfläche.

Auch die Gemeinden haben 2021 einiges vor: Waidhofen will zügig das neue Siedlungsgebiet „Heli Dungler Siedlung“ realisieren, in Gastern läuft der umfassende Amtshaus-Umbau, der bis 2022 dauern wird, weiter, und in Dietmanns soll der Umbau des Gemeindezentrums bis Sommer 2021 abgeschlossen werden. In Dobersberg wird der Übergang des Radweges über die B30 durch eine Unterführung ersetzt, außerdem wird der Kanal im Burgrechtgraben saniert.

Apropos Radweg: 2021 soll eine Raststelle bei Gilgenberg errichtet werden.

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