Dietmanns

Erstellt am 01. März 2017, 05:58

von René Denk

Letzter Glasfaser-Anlauf gestartet.... Wenn sich in Dietmanns nicht 40 Prozent der Hausbesitzer entlang der Hauptstraße anschließen wollen, wird die Gemeinde keinen geförderten Glasfaseranschluss erhalten.

Kein Glasfaserinternet in Dietmanns. Bürgermeister Harald Hofbauer und Vizebürgermeister Walter Greulberger zeigen den Breitband-Ausbauzeitplan, in dem Dietmanns als einzige Gemeinde des Bezirkes nicht vorkommt. Sie setzen sich für einen Teilausbau ein, um der Gemeinde keinen Standortnachteil einzuhandeln.  |  René Denk

„Wir sind die einzige aller 15 Gemeinden des Waidhofner Bezirks, die aus derzeitiger Sicht keinen Glasfaseranschluss bekommen wird“, sagen Bürgermeister Harald Hofbauer und Vizebürgermeister Walter Greulberger.

Sie probieren jetzt noch einmal einen letzten Anlauf, um zumindest einen Teil von Dietmanns an das schnelle Internet anschließen zu können und mögliche künftige Anschlüsse von Wohnsiedlungen nicht komplett zu verbauen. „Andernfalls sind wir ein weißer Fleck auf der Breitband-Karte“, so Hofbauer. Es wird ein Standortnachteil in hohem Maß für die Gemeinde befürchtet.

Für den vom Land hoch geförderten Anschluss hätten sich ursprünglich 40 Prozent der Haushalte aussprechen und dafür einen Vorvertrag unterzeichnen müssen. Für Dietmanns bedeutete das die Summe von 240 Haushalten, lediglich 95 erklärten sich aber für einen neuen, schnellen Internetanschluss bereit.

Nach Verhandlungen mit der NÖGIG, die das Glasfaserprojekt umsetzt, wurde nun erreicht, dass sich lediglich 40 Prozent der Hausbesitzer entlang der Hauptstraße anschließen müssten, damit das schnelle Internet auch in Dietmanns einziehen kann.

Gemeinde verlegte bereits Leerverrohrung

„Wir sind hier außerdem in Vorleistung gegangen. Die Gemeinde hat im Zuge der Straßenerneuerung Glasfaser-Leerverrohrungen einziehen lassen“, erklärt Bürgermeister Hofbauer.

Vizebürgermeister Walter Greulberger ergänzt: „Die Hauptstraße kann man wie eine Aorta sehen. Von dort aus kann man einzelne Straßenzüge auch noch zu einem späteren Zeitpunkt leichter versorgen, an dem das Internet dann noch wichtiger geworden ist.“ Die beiden möchten in einem letzten Anlauf in der ersten Jahreshälfte nochmals mit den Hausbesitzern der Hauptstraße sprechen. „Es gibt Bürger, die das Internet wollen und es nicht bekommen, weil der Nachbar es nicht möchte. Zu derart geringen Kosten wird das nie wieder möglich sein“, betonen Hofbauer und Greulberger.

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