Kindermusical mit Herz. Volksschulkinder und Jugendorchester begeisterten das Publikum mit unbändiger Singfreude und mitreißenden Melodien.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 17. Juni 2019 (07:10)

Für viele Mitwirkende waren es wohl die ersten „Standing Ovations“, die sie in ihren jungen Jahren einheimsten. Unbändige Singfreude und mitreißende Melodien waren das Rezept für den begeisterten Jubel.

„Sag, wie sieht die Welt woanders aus?“ – diese Frage stellte sich „Paul, der Pinguin“ im gleichnamigen Kindermusical, aufgeführt von allen Kindern der Volksschulen Dobersberg und Karlstein mit musikalischer Begleitung des Jugendorchesters Dobersberg. Michaela Haidl von der Musikschule Thayaland studierte im Zuge einer Kooperation mit den Volksschulen das Musical mit den Kindern ein. Ausgegangen ist das Projekt vom Jugendorchester unter der Leitung von Hubert Bogg. Dieser trat schon vor zwei Jahren an Musikschulleiter Rainer M. Haidl mit der Idee heran, da auch Sänger gebraucht wurden. Zu Beginn des heurigen Schuljahres fixierte man die Aufführung für Juni und begann separat mit den Proben. Jugendorchester und Sänger wurden erst kurz vor den Aufführungen zusammengeführt.

Euphorie nach der Vorstellung

Orchesterleiter Hubert Bogg war euphorisch nach der Premiere: „Es ist fantastisch, wenn man in die Kinderaugen schaut und sieht, wie sie von der Bühne strahlen. Bemerkenswert ist auch die Courage der Sänger, vor allem wenn man bedenkt, wie jung sie sind.“ Glücklich und erleichtert zeigte sich auch Musikschullehrerin Michaela Haidl. Sie brachte den Kindern Melodie und Text rein per Ohr bei, damit sie nicht versucht waren, auf einen Zettel zu schauen. Das mache sie immer so, meinte die erfahrene Pädagogin.

Direktorin Anita Fröhlich war von Anfang an begeistert von dem Projekt. „Wenn die Kinder ein Ziel haben, auf das sie hin arbeiten können, dann sind sie motiviert und haben bei der ersten Kooperation mit der Musikschule gleich ein tolles Erfolgserlebnis.“

Hauptdarstellerin Emily Decker blieb jedoch trotz des großen Erfolgs bescheiden. Im Presseinterview antwortete sie auf die Frage, warum sie sich für die Hauptrolle beworben hat, mit „Nur so“ – und verschwand wieder zum Spielplatz.