Martin Kößner: „Wünsche mir soziales Leben“. Der Dobersberger Bürgermeister Martin Kößner wünscht sich das soziale Leben zurück.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 08. Januar 2021 (03:47)
Bürgermeister Martin Kößner will trotz Corona-Krise einiges in der Gemeinde bewegen.
Schwab

Ein bewegtes Jahr liegt hinter dem Dobersberger Jung-Bürgermeister Martin Kößner – und das nicht nur wegen der Corona-Krise. Er übernahm im Juli 2020 das Amt nach dem überraschenden Rücktritt von Vorgänger Franz Traxler.

Mehr Zeit für Familie im ersten Lockdown

 „Im ersten Lockdown habe ich die Zeit mit meiner Familie sehr geschätzt. Da war ich froh, diese Wochen mit meiner Frau und meinen Kindern verbringen zu dürfen“, schildert Martin Kößner die Situation am Beginn von Corona. „Mit der plötzlichen Übernahme des Bürgermeisteramtes sind natürlich viele zusätzliche Aufgaben dazugekommen, dadurch hat sich die Zeit mit der Familie reduziert.“

Gemeindearbeit durch fehlende Sozialkontakte schwierig

 Die Arbeit in der Gemeinde gestalte sich momentan schwierig, denn es würden die persönlichen Kontakte fehlen. „Man kann nicht einfach sagen, man trifft sich schnell und redet bei einem Glas Wein oder Bier miteinander“, sagt Kößner. „Das Feedback, dass man sonst aus der Gasthausstube bekommt, fehlt heuer komplett. In manchen Jahren wurden einem die Weihnachtsfeiern schon zu viel, heuer wäre man froh gewesen, wenn eine stattfinden hätte können.“

Die finanziellen Probleme der Gemeinden seien ohnehin schon bekannt, die aus der Krise entstünden. Darum sei es auch schwer, die geplanten Projekte umzusetzen, weil viel Geld fehle und durch Kredite finanziert werden müsse. „Es gibt aber erfreulicherweise für nächstes Jahr wieder ein neues Hilfspaket vom Bund, wo wir vielleicht doch wieder etwas an finanziellen Mitteln bekommen werden und die Gemeinde liquid bleibt“, berichtet Kößner. „Ich denke, dass wir heuer trotz allem einiges bewegt und auf den Weg gebracht haben in der Gemeinde. Es herrscht auch ein gutes Miteinander, es werden alle Anträge mit den anderen Parteien abgesprochen und dadurch mitgetragen.“

Für nächstes Jahr sei die Baulanderweiterung ein großes Thema. Hier werde intensiv daran gearbeitet und man hoffe, in den nächsten Monaten schon ein Ergebnis zu haben.

Wunsch: Wieder mehr soziales Leben und Treffen

„Ich wünsche mir natürlich, dass wir uns dieses Jahr wieder leichter Treffen können und das soziale Leben wieder stattfindet. Auch privat möchte man wieder mehr unternehmen können. Irgendwo ein paar Tage mit der Familie hinfahren und entspannen. Ich brauche keine großen Fernreisen, es reicht mir schon, wenn ich mich in Österreich normal bewegen und das Leben genießen kann“, meint Martin Kößner. „Es ist jedoch noch immer ein Jammern auf hohem Niveau, es geht den meisten nach wie vor im Verhältnis zu anderen Ländern der Welt relativ gut.“