Kläranlage Karlstein geht im September in Betrieb. Der genesene Bürgermeister Siegfried Walch beschäftigte sich mit dem Gemeinderat mit Kanal, Straßenbau und einem Rückblick.

Von Michael Schwab. Erstellt am 09. Juli 2020 (05:35)
Vizebürgermeister Matthias Kitzler und Bürgermeister Siegfried Walch vor der im Bau befindlichen Kleinkläranlage in Wertenau.
Michael Schwab

Kanal, Straßenbau und ein Rückblick auf die Corona-Situation waren die zentralen Themen der ersten öffentlichen Gemeinderatssitzung der Marktgemeinde Karlstein.

Bürgermeister nach Forstunfall wieder genesen

Um den nötigen Abstand sicherzustellen, fand die Sitzung im Feuerwehrhaus statt. „Die letzten drei Monate waren bewegte Zeiten, auch für mich persönlich“, sagte Bürgermeister Siegfried Walch (ÖVP) zu Beginn der Sitzung. Er hatte im Frühjahr bei einem Forstunfall schwere Kopfverletzungen erlitten und fiel daher längere Zeit aus. Mittlerweile geht es ihm wieder gut: „Ich bin mehr als zufrieden mit meiner Genesung“, hob Walch hevor.

„Weiß jetzt, was es heißt, Bürgermeister zu sein“

Er bedankte sich bei Vizebürgermeister Matthias Kitzler (ÖVP) für die Führung der Amtsgeschäfte. „Ich weiß jetzt, was es heißt, Bürgermeister zu sein“, stellte Kitzler fest. Covid-Fälle habe es bis dato in Karlstein keinen gegeben, nur Verdachtsfälle, die alle negativ getestet wurden. Im Kindergarten seien einzelne Kinder betreut worden, in die Volksschule „hat sich kein Kind verirrt“.

Kläranlage Wertenau soll im Herbst in Betrieb gehen

Per Umlaufbeschluss wurden wichtige Vorhaben wie die Aufschließung von Bauplätzen am Schlosshang und die Errichtung einer Kleinkläranlage für Wertenau auf Schiene gebracht (die NÖN berichtete).

In Wertenau schreiten die Arbeiten mittlerweile rasch voran. Die Kanalverlegung ist abgeschlossen, jetzt werden Erdkabel für Strom und Leerrohre für die Glasfaserversorgung verlegt. Die Straßenbeleuchtung wird auf LED umgestellt.

Die Kanalisation wurde durch einen separaten Kanal für das Regenwasser vom Misch- zum Trennsystem umgebaut, um die Kläranlage zu entlasten. Die neue Klein-Kläranlage mit vier Klärbehältern entsteht neben dem bestehenden Klärteich und soll im Herbst in Betrieb gehen. Der Klärteich bleibt als Landschaftsteich erhalten.

Augasse: Wiederherstellung im September

Ein weiteres großes Projekt der Gemeinde ist die Sanierung der Augasse, die im Herbst 2018 begonnen wurde. Im Herbst 2019 wurde die Wiederherstellung im unteren Teil der Straße abgeschlossen. Nun steht die Wiederherstellung des oberen Bereichs an. Die Parkflächen sollen asphaltiert und mit ebenen Randsteinen von der Fahrbahn abgetrennt werden.

Mithilfe von entsprechend platzierten Pflasterungen soll eine Geschwindigkeitsreduktion erzielt werden. Der Baubeginn soll Anfang September erfolgen, mit einer erwarteten Fertigstellung bis Anfang/Mitte Oktober. Der Auftrag für die Wiederherstellungsarbeiten wurde um 281.578 Euro an die Firma Leyrer+Graf vergeben.

Für die Sanierung des Altars in der Dreifaltigkeitskirche, die rund 8.000 Euro kostete, genehmigte der Gemeinderat eine Unterstützung von 20 Prozent (1.500 Euro).

Vier von acht Bauplätzen bereits verkauft

Erfreulich ist die große Nachfrage nach den neuen Bauplätzen am Schlosshang. In der Sitzung wurde ein weiteres Grundstück verkauft, sodass nun bereits vier von acht Bauplätzen vergeben sind. Alle Beschlüsse erfolgten einstimmig.