Heizwerk in Dobersberg für 900.000 Euro modernisiert. Rund 900.000 Euro werden für umfassende Modernisierung investiert.

Von Michael Schwab. Erstellt am 21. Juli 2021 (05:04)
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Franz Eggenhofer, Fernwärmegenossenschaftsobmann Franz Populorum und Geschäftsführer Edmund Ringl vor dem Pufferspeicher.
Michael Schwab

Große Umbau- und Modernisierungsarbeiten sind derzeit im Heizwerk in Dobersberg im Gange: Rund 900.000 Euro investiert die Fernwärmegenossenschaft Dobersberg in die Anschaffung eines neuen Kessels und Pufferspeichers sowie in eine Vergrößerung des Brennstofflagers.

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Der 40.000 Liter fassende Pufferspeicher wurde bereits installiert. Der Heizkessel soll diese Woche folgen.
Michael Schwab

Heizwerk verfügte bisher über zwei Öfen. Das im Jahr 1994 errichtete Fernheizwerk verfügte bisher über zwei Öfen: einen Hauptkessel, der mit Stroh beheizt wurde, und einen kleineren Holzkessel für die Warmwasserbereitung im Sommer, da der große Kessel nicht weit genug gedrosselt werden konnte. Als der Holzkessel defekt wurde, musste die Genossenschaft eine Lösung finden.

Aus zwei wird einer: Neuer Kessel und Pufferspeicher. Da auch beim Hauptkessel eine größere Sanierung anstand, entschied man sich, einen Kesseltausch vorzunehmen. Statt zwei Heizkesseln kommt jetzt nur noch ein großer Hackschnitzel-Kessel mit einer Leistung von 1.650 Kilowatt zum Einsatz. Der ölbetriebene Notkessel bleibt, ein 40.000 Liter fassender Pufferspeicher wird installiert, um einen wirtschaftlicheren Betrieb des Heizkessels zu ermöglichen – statt im ungünstigen niedrigen Teillastbereich arbeiten zu müssen, wird das Wasser im Volllastbetrieb erwärmt, der Ofen dann abgeschaltet und die Wärme des Speichers zur Versorgung der Kunden genutzt, was besonders für die Warmwasserbereitung im Sommer und für die Übergangszeit eine vorteilhafte Lösung ist.

160 Gebäude werden mit Fernwärme versorgt. Die Brennstofflagerhalle wird um 250 Quadratmeter erweitert, um genug Hackschnitzel für drei bis vier Monate lagern zu können – bisher musste alle zwei Wochen Stroh von den Landwirten nachgeliefert werden.

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Zwei mobile Heizcontainer dienen während des Umbaus als Überbrückungslösung für die Fernwärmekunden. 
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Pro Jahr wird ein Verbrauch von 7.000 bis 8.000 Schüttraummetern Hackschnitzeln erwartet, bisher wurden in Dobersberg rund 500 Tonnen Stroh und 2.500 bis 3.000 Schüttraummeter Holz pro Jahr verheizt, um die 160 an das rund acht Kilometer lange Leitungsnetz angeschlossenen Gebäude zu versorgen.

Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung mittels Heizcontainern. Die Herausforderung beim Umbau ist die Aufrechterhaltung der Wärmeversorgung der Kunden. Im Mai ging der alte Kessel außer Betrieb, als Überbrückungslösung wurden zwei mobile, mit Öl befeuerte Heizcontainer mit je 300 Kilowatt Leistung neben dem Heizwerk im Freien installiert. Die alten Kessel wurden aus der Halle entfernt, der Pufferspeicher steht bereits, und diese Woche soll auch der neue Kessel installiert werden.

Geplant ist, bis September komplett betriebsbereit zu sein – rechtzeitig vor Beginn der Heizsaison.