Die drei „Raabser Callboys“ wurden geehrt. Mit Karlheinz Schmidt, Albert „Bertl“ Reiß und Hannes Ramharter wurden drei Personen geehrt, die viel für Raabs taten.

Von Michael Schwab. Erstellt am 25. Mai 2019 (04:57)
Bürgermeister Rudolf Mayer (links) und Vizebürgermeister Franz Fischer (rechts) mit den Geehrten Karlheinz Schmidt, Albert „Bertl“ Reiß und Hannes Ramharter.
Michael Schwab

Drei Personen, die alle auf ihre Weise lange und intensiv mit Raabs verbunden waren, wurden im Rahmen einer Festsitzung am Freitag geehrt.

So der seit Anfang der 1980er-Jahre als Gemeindearzt tätige Karlheinz Schmidt, der erst Ende März seine Ordination nach fast 40 Jahren im Dienst an seinen Nachfolger Kiril Kirilov übergeben hatte. „Du hast deine Tätigkeit nie als Beruf, sondern stets als Berufung gesehen“, hob Bürgermeister Rudolf Mayer hervor. Schmidt hatte sich nämlich nicht nur als Hausarzt, sondern auch als treibende Kraft hinter der Stationierung eines Notarzteinsatzfahrzeuges (NEF) in Raabs und beim Projekt „Frühdefibrillation“ in Zusammenarbeit mit der Polizei verdient gemacht. Dafür erhielt er den Ehrenring der Stadtgemeinde Raabs.

Ehrenring und Ehrennadel übergeben

Mit dem kürzlich in den Ruhestand verabschiedeten Bauhofleiter Albert „Bertl“ Reiß wurde ein weiteres „Raabser Original“ mit einem Ehrenring bedacht. „Du hast dich durch ein hohes Maß an Kollegialität ausgezeichnet, und konntest fast nie nein sagen, wenn es um die Lösung eines Problems ging. Du warst nicht nur für mich, sondern auch für die Bürger rund um die Uhr erreichbar“, hob Mayer hervor.

Die Ehrennadel der Stadtgemeinde Raabs erhielt der ehemalige Waldviertel-Chef vom Dienst der NÖN, Hannes Ramharter, den jahrzehntelange Freundschaften mit Raabs verbinden und der sich unter anderem für die Landesausstellung 2009 in Raabs stark gemacht hatte. „Du bist geprägt von christlichen Werten, und ich habe dich immer als kompetenten und fairen Berichterstatter erlebt“, fand Mayer lobende Worte.

Karlheinz Schmidt fasste in seinen Dankesworten die Bedeutung der drei Geehrten treffend zusammen: „Wir waren die großen Callboys in Raabs, die Brüder ‚kunnst ma net‘, die man gerufen hat, wenn man etwas brauchte. Wir haben viel gegeben, aber noch viel mehr zurück bekommen.“ Schmidt bleibt als Stützpunktleiter des Raabser NEFs auch im Ruhestand aktiv, und Reiß meinte: „Ihr könnt mich gerne anrufen“. Ramharter versprach, sich auch weiterhin in Raabs blicken zu lassen, unter einer Voraussetzung: „Nur wenn das Wirtshaus offen hat.“