Das war Waidhofen/Thaya: Bilder von Stadt und Menschen

Erstellt am 25. Jänner 2023 | 04:11
Lesezeit: 3 Min
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Dechant Josef Rennhofer, Vortragender Erwin Pöppl und der Leiter des Katholischen Bildungswerkes Waidhofen, Peter Ozlberger, bei der Zeitreise durch Waidhofen.
Foto: Edith Hofmann
Viele Besucher aus dem Bezirk Waidhofen/Thaya erkannten sich selbst oder Freunde auf den Bildern wieder.
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Unter dem Titel „Waidhofen/Thaya — Stadt und Menschen“ präsentierte Erwin Pöppl auf Einladung des Katholischen Bildungswerkes am 21. Jänner im Pfarrsaal unter anderem Aufnahmen des 2014 verstorben NÖN-Fotografen Mathias Queder.

Begonnen wurde mit dem Bild des Hauses Bahnhofstraße 12, jenes Gebäudes, das nun abgerissen werden soll und das wohl nicht nur für den Stadthistoriker Pöppl einen wertvollen Beitrag zum Waidhofner Stadtbild leistet.

Weiter ging die Reise durch die Jahrzehnte und rief in so manchem Besucher — der Pfarrsaal war bis zum letzten Platz „ausverkauft“ — Erinnerungen wach. So wurde etwa das alte Vereinshaus, das vor dem Stadtsaal für Veranstaltungen aller Art genutzt wurde, das frühere Kolping-Wohnhaus, das Thayabad (heutiges Gelände des Campingplatzes) oder alte Ansichten der Innenstadt über die Videowand eingeblendet, die Zeugnisse der bewegten Stadtgeschichte waren. Das Geschäft des „Herrn Pibus“, das alte Kino Knoll oder das „Staudigl-Wirtshaus“ ließen die Gedanken in die Vergangenheit schweifen.

Viele Waidhofner wiedererkannt

„Ich habe heute hier geschätzte fünf Klassen auf einmal sitzen“, resümierte der frühere Gymnasialprofessor Pöppl und ersuchte um zahlreiche Mithilfe bei der Identifizierung der abgebildeten Personen: „Es muss heute keiner aufzeigen. Bitte einfach rausschreien oder Fragen stellen!“ Während sich einige der Bilder nicht mehr zuordnen ließen, konnten auf anderen in Gemeinschaftsarbeit alle Namen eruiert werden. Fotos von Jubiläumsfeiern, Punschständen, Ballveranstaltungen oder Versammlungen riefen viele „Ah“ und „Oh“ hervor, und so mancher Besucher erkannte sich selbst auf den Lichtbildern kaum wieder.

Die Fotosammlung von Mathias Queder wurde nach dessen Tod von seiner Familie den Niederösterreichischen Nachrichten überlassen. Infolge des Umzuges und der Zusammenlegung der Waldviertler Redaktionen in Vitis stellte die Lagerung der Kartons ein Pro blem dar, sodass sie von der damaligen Sekretärin gerettet und vorerst zu Hause gelagert wurden. Später übergab sie diese dem Stadtmuseum Waidhofen zur weiteren Verwendung.

Ein gelungener Auftakt für Peter Ozlberger als Leiter des Katholischen Bildungswerkes, der die Chance auch nutzte, auf bereits geplante Veranstaltungen zu verweisen: Reisebericht Schweden/Norwegen von Johann Schiller am 18. März um 19 Uhr; „Kirche und Staat“ mit dem Generalsekretär der österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, am 19. April um 18.30 Uhr. Ein Stadtrundgang mit Renate Eggenhofer, bei dem Spuren des Judentums beleuchtet werden sollen, und ein Abend mit Franz Fischer, der über den Bau der Kirche referieren wird, sind datumsmäßig noch nicht fixiert.

„Ich bedanke mich für die bereits erhaltenen Anregungen für weitere Veranstaltungen, die ich umzusetzen versuche. Weitere Ideen sind willkommen“, schloss Peter Ozlberger auch eine Wiederholung des Vortrages von Erwin Pöppl nicht aus.

Informationen sind auch auf der Homepage www. die-einladung.at zu finden.

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