Franken-Darlehen: Kurs noch schlecht. Rechnungsabschluss / Fremdwährungsdarlehen mit 4,175 anstatt ursprünglich 3 Mio. Euro bewertet.

Von René Denk. Erstellt am 04. März 2014 (23:59)
NOEN
Von René Denk

WAIDHOFEN / Wie im Gemeinderat beschlossen verkaufte 2013 die Gemeinde den Rest der Wertpapiere, die für die Tilgung des Franken-Darlehens und der Zinsen des Darlehens gekauft wurden. Damals wurde der KRAZAF-Kredit aufgenommen, damit das Land das Waidhofner Krankenhaus übernimmt (KRAZAF = Krankenanstaltenzusammenarbeitsfonds).

Hoffen auf Schadensbegrenzung

Die Erlöse der Wertpapierverkäufe, die mittlerweile auf einem Festgeldkonto lagern, betragen insgesamt 2,987.000 Euro. Ein Teil der Wertpapiere wurde bereits früher verkauft, 2013 wurden 1,755.000 Euro erzielt. Das jetzt noch virulente Problem ist das Fremdwährungsdarlehen, das bei der Aufnahme mit drei Millionen Euro bewertet wurde: Hätte die Stadtgemeinde den KRAZAF-Kredit per Jahresende zurückbezahlt, hätte sie nicht drei Millionen, sondern 4,175 Millionen Euro zurückzahlen müssen. Das Darlehen wurde bis Ende 2016 verlängert, ergibt sich aber schon vorher ein besserer Kurs, wird früher zurückgezahlt. Auch eine Notbremse für einen schlechten Kurs wurde zur Sicherheit eingezogen (diesen hatte es zum Jahreswechsel schon fast gegeben).

Bürgermeister Robert Altschach hofft, dass sich der Kurs wieder bessert, damit der Schaden möglichst gering bleibt. „Wir sparen weiter 350.000 Euro pro Jahr an, damit haben wir Ende 2016 noch einen Restwert von 125.000 Euro zu bezahlen“, erklärt der Bürgermeister. In Summe könnte der Schaden durch den Fremdwährungskredit zwischen 600.000 Euro bis über eine Million betragen.