Kulturbrücke: Die nächste Generation folgt nach. Junge Aktivisten werden in den kommenden Jahren neue Themen und Veranstaltungsformate einbringen.

Von Monika Freisel. Erstellt am 07. Februar 2020 (05:23)
Kulturbrücke-Gründer Peter Coreth mit seiner Tochter Freyja Coreth, diegemeinsam mit anderen jungen Aktivisten künftig an der Kulturbrücke-Gestaltung mitwirken wird.
Monika Freisel

Im 25. Jahr ihres Bestehens hat sich die Kulturbrücke einen Generationswechsel verordnet. Beginnend mit dem Kultursommer 2020 soll der Verein etappenweise in die Verantwortung junger Aktivisten übergehen, die mit eigenen Schwerpunkten ins Programm drängen.

Kulturbrücke-Gründer Peter Coreth freut sich, dass seine Tochter Freyja Coreth im heurigen Jubiläumsjahr mit anderen jungen Menschen den Beirat des Vereins verstärken und künftig an der Programmgestaltung mitwirken wird. Die Wachablöse durch die junge Generation soll sich in den nächsten Jahren vollziehen und dem international preisgekrönten Kulturverein neue Themen und Veranstaltungsformate bringen. Erkennungsmerkmale bleiben weiterhin eine humanistische Wertehaltung und die kritische Hinterfragung des Zeitgeistes.

Thementag: Junge zeigen Sicht auf Welt

Dementsprechend heißt der erste Thementag, den die neuen Beiräte autonom am letzten August-Wochenende gestalten wollen, „Die nächste Generation – Junge Künstler von hüben und drüben“.

Er ist ausschließlich Künstlern und Kulturschaffenden aus Österreich, Tschechien und Deutschland gewidmet, die nach dem Jahr 1990 geboren sind und daher die Zeit, als Europas durch den Eisernen Vorhang zweigeteilt war, nicht miterlebt haben. In einem Mix multimedialer Darbietungen präsentieren die Jungen ihre Sicht auf die Welt, zeigen wer sie sind und welche Fragen sie beschäftigen.

Hommage zu Paul Celans 100. Geburtstag

Die Veranstaltung ist als Dialog der Generationen konzipiert und soll Besuchern, die vor 30 Jahren die Wende erlebt oder an ihr mitgewirkt haben, die Chance auf generationsübergreifende Lerneffekte bieten: Was ist aus ihren Visionen von damals geworden? Wie hat sich Mitteleuropa nach der Grenzöffnung entwickelt? Welche Perspektiven zeichnen sich für die Zukunft ab?

Die ersten vier Thementage des bevorstehenden Kultursommers werden noch von der Generation der Kulturbrücke-Gründer bestritten. Ein ehrgeiziges Projekt ist eine Hommage zu Paul Celans 100. Geburtstag, bei der Eric Celan, der in Paris lebende Sohn des bedeutenden Dichters der „Todesfuge“, und die Wiener Künstlerin Timna Brauer mitwirken werden.

Über die Fixierung der restlichen Tagesthemen wird die Kulturbrücke in ihrer Generalversammlung im März entscheiden.