Kirtags-Erlös geht an Feuerwehr Waidhofen/Thaya. Stadtsaalpächter Richard Damberger hielt Kirtag für Feuerwehr ab und zeigte sich zufrieden mit dem Besuch.

Von Gerald Muthsam. Erstellt am 11. August 2020 (14:39)
Stadtsaalpächter Richard Damberger und Kommandant-Stellvertreter Manfred Astner beim Kirtag für die FF Waidhofen.
Muthsam

In der sogenannten neuen Normalität ist vieles anders ist als sonst. Da auf Empfehlung des Bezirksfeuerwehrkommandos die Feuerwehren heuer auf Veranstaltungen verzichten, kam es zu der außergewöhnlichen Situation, dass Stadtsaalpächter Richard Damberger am Sonntag einen Kirtag zugunsten der FF Waidhofen veranstaltete. Gearbeitet wurde ausschließlich mit dem eigenen Personal, es übten keine Feuerwehrleute irgendwelche Tätigkeiten bei der Bewirtung aus.

Richard Damberger zeigte sich mit dem Erfolg der Veranstaltung zufrieden: „Zu Mittag war der Gastgarten und das Foyer voll besetzt, die Grillhendl sind alle weg. Ich darf mich nicht beschweren.“

„Wir unterstützen uns immer gegenseitig.“Kommandant-Stellvertreter Manfred Astner sieht in Waidhofen generell keine Konkurrenz zwischen Wirten und den Feuerwehren

Die Einhaltung der Abstandsregeln sei kein Problem gewesen. „Wir freuen uns, dass sich die Wirte der Umgebung auch um die Feuerwehren kümmern“, erzählt Kommandant-Stellvertreter Manfred Astner. „Da wir aufgrund der Corona-Situation keinen Kirtag veranstalten können, sind uns auch Einnahmen entgangen. Darum finden wir eine solche Aktion natürlich sehr positiv, wenn jemand eine Veranstaltung organisiert und Einnahmen daraus an die Feuerwehr spendet.“ Er sieht in Waidhofen generell keine Konkurrenz zwischen Wirten und den Feuerwehren: „Wir unterstützen uns immer gegenseitig.“

Grundsätzlich sei die FF Waidhofen wieder aktiv, es gebe aber genaue Vorgaben des Landesfeuerwehrverbandes. „Übungen bis zu 100 Personen sind möglich“, sagt Astner. „Wir sind jedoch bestrebt die Einsatzbereitschaft ständig aufrecht zu halten. Darum tragen wir bei Übungen, wenn der Abstand nicht eingehalten werden kann, einen Mund-Nasenschutz. Wir versuchen natürlich die Abstände einzuhalten und die Kontakte untereinander so gering wie möglich zu halten, damit wir nicht in die Situation kommen, in Quarantäne gehen zu müssen, wie es schon einer Feuerwehr in Niederösterreich nach einem Einsatz passiert ist.“