Für „Junges Wohnen“. Bürgermeister Willi Pollak hält es für sehr wichtig, Wohnungen für junge Menschen in seiner Gemeinde zu schaffen.

Von René Denk. Erstellt am 17. Juni 2014 (09:33)
NOEN, Romana Pollak
Bürgermeister Willibald Pollak zieht nach acht Monaten im Amt eine erste Bilanz. Er will einige neue Projekte umsetzen.

PFAFFENSCHLAG / Bürgermeister Willibald Pollak wurde mit 10. Oktober 2013 zum Bürgermeister gewählt und ist nun seit über acht Monaten im Amt. Zeit, um eine erste Bilanz zu ziehen.

NÖN: Als Vizebürgermeister waren Sie 18 Jahre lang tätig. Gestaltete sich der Wechsel zum Bürgermeister für sie trotzdem schwierig?

Willibald Pollak: Ich kannte bereits alle für mich wichtigen Ansprechpersonen, das war sicher viel leichter, als für einen Neuling. Aber Bürgermeister zu sein ist eine natürlich weitaus arbeitsaufwendigere Aufgabe, mit der man auch noch einmal viel mehr Verantwortung bekommt. Relativ neu für mich waren die Bauagenden, eine sehr komplexe Materie.

Der Bürgermeister ist ja oberste Baubehörde der Gemeinde. Konnten Sie da auf ihren Vorgänger Hannes Semper zählen?

Pollak: Ich habe ein sehr gutes Verhältnis mit Hannes. Er lässt mich frei in meiner neuen Funktion arbeiten, was ich sehr schätze. Aber wenn ich was brauche, kann ich jederzeit auf seine Erfahrung zurückgreifen.

Welche großen, neuen Projekte stehen in der Gemeinde an? Was haben Sie vor?

Pollak: Eines der größeren Projekte, das jetzt umgesetzt werden muss, ist der Umbau und die Sanierung des Amtsgebäudes. Zum einen soll es barrierefrei gemacht werden, zum anderen wollen wir mit neuen Fenstern und Türen sowie einer besseren Isolierung den Energieverbrauch senken. Auch im Gemeindesaal sind neue Fenster und Türen geplant.

Sie waren bei der Errichtung des Gemeindesaales Anfang der achtziger Jahre auch dabei...

Pollak (lacht): Ja, das ist richtig. Ich war zuständiger Referent der Landjugend für den Gemeindesaalbau und habe auch selbst viel Hand angelegt beim Bau. Bei der Eröffnungsfeier des Gemeindesaales war ich schon im Gemeinderat. Und jetzt bin ich wieder damit betraut.

Werden Sie auch jetzt wieder Hand anlegen?

Pollak: Ja, ich habe vor, dass ich wieder tatkräftig mitarbeite.


Gibt es sonst noch Projekte, die angegangen werden sollen?

Pollak: Wir beratschlagen derzeit über die bestmögliche Nachnutzung des alten Sporthauses. Da gibt es schon gute Ideen, es ist aber leider noch nichts spruchreif. Und ich möchte Starterwohnungen für junge Menschen in Pfaffenschlag schaffen.

Junges Wohnen? Wie konkret sind hier die Pläne?

Pollak: Bis Oktober wollen wir einen konkreten Plan für die Fördervergabesitzung der Wohnbauförderung des Landes ausarbeiten und hoffen, auch zum Zug zu kommen. Junges Wohnen ist ein wichtiges Thema für Pfaffenschlag. Wir kooperieren dabei mit der Siedlungsgenossenschaft Waldviertel.