Bauarbeiten: Amtshaus wird saniert. Mitte des Jahres soll die Sanierung begonnen und in den nächsten drei Jahren bei laufendem Betrieb durchgeführt werden. Gesamtkosten betragen 1,85 Millionen Euro.

Von Michael Schwab. Erstellt am 23. Januar 2019 (05:44)
Gemeinde
Das Amtshaus in Gastern in der aktuellen Form.

Rundum modernisiert wird das Amtshaus der Markgemeinde Gastern: In mehreren Etappen wird in den nächsten drei Jahren das Gebäude um rund 1,85 Millionen Euro einer umfassenden Generalsanierung unterzogen.

Los gehen soll es schon heuer um die Jahresmitte. Die sichtbarste Veränderung wird ein Vorbau mit einem Lift anstelle der heutigen außenliegenden Stiegen werden. „Dadurch wird das gesamte Haus barrierefrei erreichbar, und wir erhalten einen zusätzlichen Raum für das Gemeindeamt im Obergeschoss“, fasst Bürgermeister Roland Datler zusammen. Die im Freien liegende Stiege wird damit Geschichte sein.

Baustart schon bis Jahresmitte möglich

Das Amtshaus wird komplett gebäude- und wärmetechnisch saniert, und es werden auch interne Anpassungen, etwa in Form einer anderen Situierung und räumlichen Ausgestaltung der im Haus befindlichen Wohnungen vorgenommen.

„Die Raiffeisenbankstelle, die Arztordination und das Gemeindeamt selbst bleiben zum größten Teil unberührt“, erklärt Datler. Im Erdgeschoss wird eine ehemalige Wohnung zu einem Bereich zur gewerblichen Nutzung, etwa durch Startups, umgebaut. Im Obergeschoss wird es künftig sechs statt fünf Wohnungen geben, die Archivräume werden in den Keller verlegt.

ZT Schwingenschlögl GmbH
Die sichtbarste Veränderung wird ein Vorbau mit Lift sein.

Die Sanierung soll im laufenden Betrieb erfolgen – Gemeindeamt und Arztordination bleiben geöffnet, auch die Feuerwehr kann ihren Gebäudeteil während des Umbaus weiter benutzen. Wasser-, Strom- und Heizungsinstallation werden neu gemacht. Ein wichtiger Schritt, der Wechsel von der alten Ölheizung zur Nahwärmeversorgung, wurde bereits 2015 vollzogen.

Erste Überlegungen zur Amtshaus-Sanierung wurden vor etwa zwei Jahren angestellt. „Wir sind verschiedene Szenarien durchgegangen und haben uns die Nutzung der einzelnen Bereiche im Haus genau angesehen. Schließlich haben wir uns dazu entschlossen, einen Planer-Wettbewerb zusammen mit der Abteilung Gebäudeverwaltung des Landes ins Leben zu rufen“, berichtet Datler.

ZT Schwingenschlögl GmbH
So sieht die Gebäuderückseite am Entwurf für die Amtshaus-Sanierung aus.

Vier Architekturbüros reichten Vorschläge ein, die von einer siebenköpfigen Jury, bestehend aus vier Architekten und drei Gemeindevertretern, bewertet wurden. Die ZT Schwingenschlögl GmbH setzte sich mit ihrem Entwurf durch, und wurde in der Gemeinderatssitzung vom 13. Dezember mit den Teil- und Generalplanungsleistungen beauftragt. Der Entwurfe wurde im Rahmen des Neujahrsempfangs erstmals vorgestellt.

Die nächsten Schritte sind der Abschluss der Detailplanung, das Ansuchen um Baubewilligung und die Ausschreibungen.