Gastern

Erstellt am 19. Januar 2017, 05:30

von Michael Schwab

Neujahrsempfang: Angst ist schlechter Berater. Gemeinde Gastern hieß Jungbürger willkommen, Bürgermeister gab Ausblick auf Vorhaben.

Peter Liepold (links) und Karl Hermann (3.v.l.) gaben einen Einblick in ihren beruflichen Werdegang. Karina Eggenberger und Roland Datler übergaben auch ihnen Würdigungspreise.  |  Michael Schwab

Zum Dank für all jene, die sich in der Gemeinde engagieren, veranstaltete die Marktgemeinde Gastern am vergangenen Freitag ihren Neujahrsempfang im Kommunalzentrum.

Vizebürgermeister Rainer Winkelbauer moderierte und begrüßte die zahlreichen Gäste. „Wir wollen uns als Gemeinde bei jenen Menschen bedanken, die sich in Gastern einbringen und durch ihr Engagement das Leben in unserer Gemeinde lebenswerter machen“, betonte Winkelbauer.

„Gemeinde Gastern ist auf gutem Weg“

Bezirkshauptmann-Stellvertreter Markus Peham bezeichnete den Neujahrsempfang in seiner Ansprache als eine Gelegenheit zum Rückblick, aber zugleich auch eine Möglichkeit, um in die Zukunft zu blicken. Mit Themen wie dem „Brexit“, der US-Präsidentschaftswahl und der Wiederholung der Bundespräsidenten-Stichwahl lasse sich eine etwas pessimistische Grundstimmung nicht leugnen. „Die Gemeinde Gastern investiert laufend in die Infrastruktur und bietet eine herausragende Kulturinitiative. Ich denke, man ist damit auf einem guten Weg“, merkte Peham an.

Mittels einer Fotopräsentation wurde eine Rückschau auf die Aktivitäten der Gasterner Vereine geboten und ein Zeugnis für das aktive Vereinsleben in der Gemeinde abgelegt. Auch abgeschlossene Vorhaben wie der Kindergartenausbau, die LED-Beleuchtung in der Bergsiedlung und die Eröffnung des Lokals „Auszeit“ wurden präsentiert, ebenso gab es einen Ausblick auf kommende bzw. aktuell laufende Vorhaben wie den Hochwasserschutz und die Wasserversorgungsanlage in Ruders.

Der IHC - Rennstall Weissenbach, vertreten durch Franz Bauer und Harald Winkelbauer, erhielt von Bürgermeister Roland Datler einen Würdigungspreis.  |  Michael Schwab

„Angst ist mit Sicherheit der schlechteste Berater, sie erhöht höchstens die Chance zu scheitern. Daher sollten wir für 2017 nicht die Misstöne aus Politik und manchen Medien übernehmen, sondern mit Optimismus auf das neue Jahr schauen“, mahnte Bürgermeister Roland Datler in seiner Ansprache. Die Gemeinde werde sich weiter bemühen, Strukturen, wo es möglich ist zu erhalten. Datler wies auch darauf hin, dass es nötig sei, sich als Bürger ins Gemeindeleben einzubringen, sich Gedanken zu machen und positive Akzente zu setzen. Als Beispiel für die Erfolgsgeschichte eines Vereins wurde der IHC Rennstall Weissenbach auf die Bühne geholt.

Einen Würdigungspreis erhielt auch Alina Bauer (rechts), im Bild mit Karina Eggenberger.  |  Michael Schwab

Teamleiter Franz Bauer und Fahrer Harald Winkelbauer erzählten von der ersten Teilnahme am Traktor-Rennen in Reingers, über gelungene und weniger gelungene Tuningmaßnahmen und schließlich ihre Erfolge, zuletzt der Gesamtsieg 2016. Die Gemeindejugend Gastern präsentierte ihr Logo, dessen Entwurf Alina Österreicher gestaltet hatte. Höhepunkt des Abends war die Jungbürgerfeier, bei der die Bürger, die volljährig wurden, eine Urkunde und ein kleines Geschenk erhielten. „Ihr haltet die Zukunft unserer Gemeinde in euren Händen. Die Lebensqualität kann nur durch euer Interesse und Engagement erhalten werden“, gab Datler den frischgebackenen Erwachsenen mit auf den Weg.

Ein Interview mit dem Arzt Karl Hermann und dem landwirtschaftlichen Meister Peter Liepold zeigte den Jungbürgern unterschiedliche Berufwege auf. Zum Schluss wurde auch noch das Programm der Kulturoffensive 2017 vorgestellt.