Schauspieldynastie: Familie Kases mit sieben Talenten. Familie Kases ist in Gastern und TAM gleich mit sieben Schauspieltalenten vertreten.

Von Julia Fröhlich. Erstellt am 30. April 2021 (04:30)

Dass es im TAM und in der Theatergruppe Gastern sehr vertraut zugeht, ist nicht nur einer gemeinsamen Leidenschaft geschuldet, sondern auch einer sehr starken familiären Verbundenheit. Familie Kases aus dem Raum Gastern ist gleich mit sieben Schauspieltalenten vertreten, denn das Schauspiel ist ihr Leben. Schon sehr früh haben sie sich mit dem Theatervirus infizieren lassen, sodass für Fans der Theatergruppe Gastern mittlerweile kein Weg am Namen Kases vorbeiführt.

Diese einzigartige Konstellation darf das Publikum nun schon fast seit drei Jahrzehnten bewundern. Die Gasterner Schauspieldynastie ist rund um Birgit Höllrigl-Kases entstanden. Sie war diejenige, die ihr familiäres Umfeld mit der Schauspielerei angesteckt hat. Gemeinsam mit ihren zwei jüngeren Schwestern, Eva Kases und Elisabeth Seidl-Kases sowie ihrem Schwager, Roland Kases, hat sie dem Publikum der Theatergruppe Gastern viele unvergessliche Abende beschert. Die 46-Jährige ist seit der Gründung im Jahr 1993 ein unverzichtbarer Bestandteil der Gruppe. Einerseits widmet sie sich seit fast 30 Jahren in ihrer Freizeit dem Theaterspielen, andererseits schreibt und adaptiert sie mit viel Herzblut und Einfallsreichtum Sketche und Werke für die Gasterner Theatergruppe. Ein Werk stammt sogar gänzlich aus ihrer Feder. „Die langjährige Freundschaft mit meinen Theaterkollegen aus Gastern ist mir sehr wichtig“, hebt sie voller Dankbarkeit hervor. Zudem sorgt Elisabeth Seidl-Kases mit ihren KawaReh-Jungs dafür, dass kein Auge trocken bleibt.

Sehr früh mit Schauspielerei angesteckt. „Auch meine Tochter Iris und meine Nichten, Marlies und Anja, haben wir schon sehr früh mit der Schauspielerei angesteckt, sodass auch sie bald erste Bühnenluft schnuppern wollten“, erzählt Birgit Höllrigl-Kases stolz über die Nachwuchstalente der Familie. Marlies Kases plaudert aus: „Schon vor meinem ersten Geburtstag durfte ich bei Theaterproben meiner Eltern, Eva und Roland Kases, dabei sein und mit vier Jahren konnte ich die Texte bereits schneller auswendig als mein Papa.“ Seit ihrem 9. Lebensjahr tritt die 15-Jährige nun schon im Theater an der Mauer (TAM) auf. Der ganzjährige Spielbetrieb mit Gleichaltrigen und die Theaterwerkstatt für Kinder haben Iris, Marlies und Anja ins TAM gelockt. „Nachdem meine Tochter Iris im TAM erste Theaterluft zu schnuppern begonnen hat, sind auch Roland und ich im Frühjahr 2017 von der familiären Atmosphäre des TAMs beeindruckt und gefangen genommen worden“, blickt Höllrigl-Kases zurück. Dank eines Anrufes von TAM-Prinzipal Ewald Polacek mit der Bitte, eine Rolle zu übernehmen, ist die leidenschaftliche Schauspielerin erstmals selbst auf der Bühne des TAMs gestanden. Alles Kases, oder was? Nicht ganz, denn erst wenige Monate später vervollständigte ihr Schwager, Roland Kases, das familiäre Schauspielgespann. Seither wird von beiden jede Menge Organisationstalent abverlangt, da natürlich keine der Theatergruppen zu kurz kommen soll.

Glücksgefühle auf der Bühne. Sobald Birgit Höllrigl-Kases den ersten Schritt auf die Bühne setzt, verfliegt die anfängliche Anspannung wie von Zauberhand. Stattdessen bereichern Glücksgefühle ihr Gemüt und sie genießt das geniale Echo des Publikums in vollen Zügen. „Wenn aber meine 14-jährige Tochter Iris ihren großen Auftritt hat, macht sich deutlich mehr Nervosität in mir breit, da ich enorm mit ihr mitfiebere“, beschreibt sie ihre Gefühlswelt zwischen Anspannung und Stolz. Immer, wenn TAM-Prinzipal Ewald Polacek zu Weihnachten das komplette Ensemble auf die Bühne holt, kommt das Publikum in den Genuss, das Schauspieltalent zweier Kases-Generationen zu bestaunen.

Noch unentdeckte Charaktere. So facettenreich ihre Arbeitswelt als technische Zeichnerin und Energetikerin ist, so gerne schlüpft Höllrigl-Kases auch in die unterschiedlichsten Rollen und Aufgaben. Sie wünscht sich, noch viele unentdeckte Charaktere in sich zum Leben zu erwecken, um viele Theaterbesucher zum Lachen, Schmunzeln oder auch zum Nachdenken zu bringen. Umso größer ist die Freude auf die nächsten Produktionen im TAM „Badman und Barbie oder Lügen haben Internet“ und in Gastern „3 Tanten für Charly“. Für die Beziehungskomödie mit lediglich zwei Charakteren proben Birgit Höllrigl-Kases und Roland Kases schon fleißig für ihren großen Auftritt im TAM, sofern es die Lockdowns natürlich zulassen.