Bernhard Zimmerl: Bezirk Waidhofen hat neuen Haubenkoch. Mit dem Aus für Klaus Hölzls „Auszeit" mit Jahresende sah es lange Zeit so aus, als würde Oswald Topf aus Kaltenbach der einzige verbleibende Haubenkoch im Bezirk Waidhofen bleiben. Doch im neuen Gault Millau-Osterreichguide 2020 gibt es mit Foggy-Mix-Betreiber Bernhard Zimmerl nun einen neuen Haubenkoch im Bezirk.

Von Michael Schwab. Erstellt am 25. November 2019 (14:24)

„Die letzten Tage waren für mich ein Wechselbad der Gefühle. Die Haube ist das Ergebnis von sieben Jahren harter Arbeit", ist Zimmerl von diesem Erfolg überwältigt.

Ohne sein Team wäre diese Leistung aber nicht möglich gewesen: „Wir kochen 180 bis 230 Essen am Tag mit nur drei Leuten in der Küche", sagt Zimmerl. Köche seien am Arbeitsmarkt schwer zu bekommen, daher müsse man den Betrieb mit knappem Personal und viel persönlichem Einsatz aller Mitarbeiter bewältigen.

Trotz Haube: Preise bleiben, wie sie sind

Wichtig ist dem Foggy-Mix-Betreiber auch zu betonen, dass das Foggy-Mix durch die Haube nicht etwa zum Nobel-Lokal mit gehobenen Preisen wird: „Es bleibt alles, wie es ist, wir werden nicht teuer", stellt Zimmerl klar, und will auch keine übertrieben hohen Erwartungen wecken: „Auch wenn wir jetzt die Haube haben, wo Menschen arbeiten, können Fehler passieren. Wenn es einmal nicht so passen sollte, bitte ich dafür um Verständnis", gibt sich der frischgebackene Haubenkoch bescheiden.

Oswald Topf verfehlte zweite Haube nur knapp

Beinahe eine zweite Haube hätte Oswald Topf erreicht - nur ein halber Punkt fehlte ihm. Dafür hat er seine Haube jetzt seit über 20 Jahren durchgehend: 1998 erhielt er sie zum ersten Mal. Zuletzt wurde Topf im A la Carte-Restaurantführer für seine Kontinuität als „Fixstern der österreichischen Gastronomie" ausgezeichnet.

Oswald Topf hätte beinahe eine zweite Haube erreicht.
Michael Schwab