ÖVP baut in Raabs Mehrheit auf 82 Prozent aus. Bürgermeister-Partei holte sich zwei Mandate von der FPÖ, die nicht mehr angetreten ist, und eines von der SPÖ.

Von Karin Widhalm. Erstellt am 28. Januar 2020 (09:05)
Die ÖVP ist mit Rudolf Mayer (4.v.l.) und Franz Fischer (8.v.l.) im Freudentaumel.
ÖVP Raabs

„Wir sind sehr über das historische Ergebnis erfreut, das ist das Beste seit der Gemeindezusammenlegung 1971“, befindet sich die ÖVP Raabs mit Spitzenkandidat Rudolf Mayer gerade im Freudentaumel. Er ist mit 82,32 Prozent und 18 Mandaten gestärkt: Das ist ein Plus von 13,62 Prozent.

Karl Czudly und die SPÖ verzeichneten trotz FPÖ-Nichtantritt keine Zugewinne.
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Er geht gleich in die Analyse über: „Einerseits liegt’s daran, dass eine Liste weniger angetreten ist“, habe sich die FPÖ zurückgezogen. „Andererseits sehe ich, dass unsere Arbeit honoriert worden ist.“ Dazu komme, dass die Kandidatenliste „sehr ausgewogen war“. Die ÖVP habe auf Ortschaften und die Jugend Rücksicht genommen, „eine gute Mischung. Und ein kompetentes Team, mit dem man erfolgreich arbeiten kann.“

„Damit habe ich absolut nicht gerechnet!“

Die ÖVP zieht mit drei Mandataren mehr in den Gemeinderat ein: „Wir haben beide Mandate von der FPÖ und zusätzlich eines von der SPÖ erhalten, mit dem habe ich absolut nicht gerechnet. Mein Wahlziel war 16 Mandate“, schildert er. „Das hätten wir uns alle nicht träumen lassen, wir sind überwältigt!“ Man nehme das Vertrauen der Wähler aber auch „mit entsprechender Demut“ an. An der Kandidaten-Reihung werde sich vermutlich nichts ändern.

Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,3 Prozent. „Bei uns ist schon ein bisschen das Thema, dass wir eine Gemeinde mit einem hohen Zweitwohnsitz-Anteil sind“, findet der Bürgermeister, der sein Amt behält. Mitschwinge sicherlich, dass „einige FPÖ-Wähler daheim geblieben sind. Aber das würde ich nicht so dramatisch sehen“. Die SPÖ verliert ein Mandat, ihr verbleiben damit drei. Spitzenkandidat Karl Czudly war bis zum Redaktionsschluss nicht erreichbar.