Brand in Maschinenhalle: 124 Mann übten in Warnungs. Ein Brand in einer Maschinenhalle mit vier vermissten Personen, starker Nordwind und Löschwasserversorgung aus einem kleinen Bach.

Von Michael Schwab. Erstellt am 09. November 2019 (09:08)

Die 114 Feuerwehrleute und zehn Rotkreuz-Mitarbeiter sahen sich bei der Gemeindeübung der Marktgemeinde Vitis in Warnung mit einem herausfordernden Szenario konfrontiert.

15 Einsatzfahrzeuge und zwölf Wehren waren vor Ort. Aufgrund des Windes konnten sich die Feuerwehrleute nur von der Straßenseite her dem Brandobjekt nähern. Unter den vermissten Personen waren auch zwei Kinder. Atemschutztrupps durchsuchten die verrauchte Halle und bargen der Reihe nach die unterschiedlich schwer verletzten Personen.

Erstmals war auch der heuer neu eingerichtete Rotkreuz-Einsatzleiter vor Ort. Bei der Koordination der Rettungsmaßnahmen machte sich dies bezahlt, da Feuerwehr und Rettung sich gut aufeinander abstimmen konnten und es auf beiden Seiten klar definierte Ansprechpartner gab, die sich über die aktuelle Lage austauschen konnten.

Bewusstloser Feuerwehrmann musste geborgen werden

Besonders dramatisch wurde es, als ein bewusstloser Feuerwehrkamerad aus der Halle geborgen und rasch medizinisch versorgt werden musste. Als dann auch noch einem weiteren Feuerwehrmann tatsächlich übel wurde, gab es innerhalb des Übungsszenarios sogar einen kleinen echten Einsatz für die Sanitäter.

Das Löschwasser wurde aus dem Rothbach, einem kleinen Gerinne, angesaugt, um zu testen, ob dies im Ernstfall eine Alternative zur Thaya sein kann. Auch die neue 120 Kubikmeter Wasser fassende Löschwasserzisterne kam zum Einsatz – beides klappte reibungslos.

Nach gut einer Stunde hieß es „Brand aus“ und Übungsende. Das Fazit der gemeinsamen Übung: Es wurde sehr diszipliniert gearbeitet, der sichere Umgang mit der am Hallendach befindlichen Photovoltaikanlage bereitete keine Probleme, und der Rotkreuz-Einsatzleiter hatte sich gut bewährt. „Ich habe heute mit eigenen Augen gesehen, dass man sich auf Feuerwehr und Rotes Kreuz verlassen kann“, meinte Bürgermeisterin Anette Töpfl nach der Übung.