Forschungsprojekt: Ameisen als Haustiere. Zwei Jugendliche aus Gerersdorf und Waldkirchen erforschen, welche Rahmenbedingungen nötig sind, um die kleinen Tierchen im Kinderzimmer zu halten.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 10. Februar 2017 (04:45)
HLUW
Manuel Stippinger und Gerald Rieder erforschen, welche Parameter für die Haltung von Ameisen notwendig sind.

Hunde, Katzen, Hamster oder Meerschweinchen – das stellen sich die meisten Leute unter Haustieren vor. Nicht so Manuel Stippinger aus Gerersdorf und Gerald Rieder aus Waldkirchen. Geht es nach den beiden Schülern der HLUW Yspertal, sollen bald Ameisen in die Kinderzimmer einziehen.

Die 19-Jährigen erforschen im Rahmen ihrer Abschlussarbeit die private Haltung von Ameisen in Formicarien. „Uns haben Ameisen schon immer fasziniert, über eine Firma haben wir dann erfahren, dass die Tiere auch als Haustiere gehalten werden können“, erzählen Stippinger und Rieder, wie sie auf ihre Projektidee gestoßen sind. Als Endergebnis soll ein Haltungsbericht für die Tiere verfasst werden, der öffentlich zugänglich ist. „So können auch Privatpersonen an Informationen rund um die richtige Haltung kommen“, informieren die Schüler. Besonders wichtig sei es bei der Haltung, auf Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Nahrungsangebot und den richtigen Aufbau der Anlage zu achten.

"Bei Ameisen ist immer was los"

In Ameisen als Haustieren sehen die Jugendlichen viele Vorteile: „Vor allem für Allergiker sind die fleißigen Krabbeltiere eine Option.“ Es sei außerdem faszinierend zu beobachten, wie ein ganzer Staat entsteht. „Bei Ameisen ist immer was los – anders als bei Reptilien, die sich oft den ganzen Tag nicht bewegen“, sind die beiden begeistert.

An Ameisen zu gelangen ist übrigens ganz einfach: „Man darf eine Ameisen-Königin etwa aus dem Wald mit nach Hause nehmen. Es ist nur verboten, einen Hügel auszugraben“, wissen die Schüler.