Verwunderung über Sperre am Radweg Thayarunde. Abschnitt bei Gilgenberg noch immer in „Wintersperre“. Ursache ist fehlende Verordnung für Verkehrszeichen für Abschnitt mit den beiden neuen Brücken.

Von Michael Schwab. Erstellt am 10. Juni 2021 (03:28)
Der Abschnitt der Thayarunde mit den beiden neuen Brücken bei Gilgenberg ist nach wie vor gesperrt.
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Ein NÖN-Leser wundert sich, warum der Radweg „Thayarunde“ bei Gilgenberg nach wie vor gesperrt ist, wo doch die beiden neuen Radweg-Brücken (die NÖN berichtete) bei Gilgenberg noch vor dem Winter fertig wurden. „Gilt hier die Wintersperre wegen des kalten Frühlings noch immer oder rechnet man schon wieder mit dem Winter?“, fragt sich der Leser in einem Mail an die NÖN.

Warten auf Verordnung für Verkehrszeichen. Der Grund für die nach wie vor bestehende Sperre ist vorwiegend bürokratischer Natur. „Wir warten noch auf die Verordnung der Bezirkshauptmannschaft für die Verkehrszeichen. Wir haben die Schilder zwar schon montiert, müssen sie aber abgedeckt lassen, da wir uns ohne die zugehörige Verordnung strafbar machen würden“, erklärt Radwegmanager Willi Erasmus. Vorher könne man den Abschnitt nicht für den Verkehr freigeben.

Radweg-Manager urgierte bei Bezirkshauptmannschaft. Erasmus urgierte zu Wochenbeginn bei der Bezirkshauptmannschaft und hofft auf eine baldige Erledigung. Außerdem fehlt noch die Absturzsicherung –laut Erasmus könnte man sich da aber temporär anders behelfen.

Laut Bezirkshauptmannschaft lag die Verzögerung daran, dass keine Pläne übermittelt wurden.

Verordnung sollte in wenigen Tagen fertig sein . „Wir müssen daher in der Verordnung genau beschreiben, wo die Verkehrszeichen stehen, andernfalls könnte jemand im Falle einer Anzeige wegen eines Verstoßes Einspruch erheben, wenn das Schild nicht genau dort steht, wo es laut Bescheid stehen muss“, erklärt Bezirkshauptmann Günter Stöger. Die Verordnung sei aber in den finalen Zügen und werde in den nächsten Tagen fertig sein. Ab dann könne der Abschnitt für den Radverkehr freigegeben werden.