Fotoausstellung von Natur-Impressionen

Erstellt am 20. Mai 2022 | 04:15
Lesezeit: 3 Min
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Bei der Ausstellungseröffnung: Gernot Blieberger, Hans Widlroither, Maria Pasqualli, Bürgermeister Ulrich Achleitner, Franz Irschik und Christian Kopecek.
Foto: Gerald Muthsam
Gernot Blieberger fängt die Natur in gefrorenen Seifenblasen ein. Franz Irschik widmet Schau den Rosen und dem Herbst.
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Eine Fotoausstellung von Gernot Blieberger und Franz Irschik ist derzeit im Textilmuseum Groß Siegharts zu sehen.

Gernot Blieberger entführt die Betrachter in eine schillernde Welt der Seifenblasen. „Frozen Bubbles“ nennt er seine Serie, in der er faszinierende Gebilde aus Seifenlösung und Frost abbildet. Fotos ausstellen ist für ihn nichts Neues, denn er ist Gründungsmitglied des Fotolaborclubs Groß Siegharts, den es mittlerweile seit 30 Jahren gibt. Das ist jedoch seine erste Ausstellung, in der er eine Reihe zu nur einem Thema zeigt. Für die gefrorenen Seifenblasen brauche es ganz bestimmte Bedingungen, erklärte er bei der Eröffnung am Freitag: „Die Temperaturen müssen mindestens Minus drei Grad betragen und es muss absolute Windstille herrschen. Denn ein zarter Windhauch genügt, um die Blasen zum Zerplatzen zu bringen. Auch die Luftfeuchtigkeit darf nicht zu hoch sein, sonst bilden sich keine Eiskristalle, die die interessanten Effekte erzeugen.“ Auch wenn es manchmal so wirkt, entstehen die Bilder nicht in einem Bildbearbeitungsprogramm. Vor ungefähr vier Jahren ist Blieberger auf das Thema gestoßen. Seitdem produziert er diese bizarren Formen ähnlich Blättern, Nadelbaumzweigen oder Federn exotischer Vögel.

Natur als Hauptthema bei zehn Ausstellungen

Franz Irschik bringt seine zehnte Bilderreihe zur Ausstellung, bis auf zwei Ausstellungen waren immer Naturaufnahmen das Thema. Die derzeitige Ausstellung besteht aus zwei Teilen. Ein Teil ist der Rose gewidmet. Unter dem Titel „Ode an die Rose“ findet er einen sehr philosophischen Zugang zu der Königin der Blume. „Die Rose hat eine wesentlich längere Geschichte als der Mensch“, erzählt Irschik. „In Nordamerika wurden fossile Funde von Rosen von vor 25 bis 30 Millionen Jahren gemacht.“ In Griechenland spielte die weiße Rose eine wesentliche Rolle in der Antike. Heute gibt es über 30.000 verschiedene Sorten. Der zweite Teil hat den Herbst zum Thema. Das Farbenspiel der Natur wird in vielen Liedern und Gedichten beschrieben, die dem Naturschauspiel nicht gerecht werden, findet Irschik. Seine Bilder fangen verschiedene Herbstimpressionen aus der Umgebung von Groß Siegharts ein.

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