Junge Künstler präsentiert. In der Kunstfabrik wurden junge Künstler aus dem Waldviertel mit ihren verschiedenen Genres vorgestellt. Die Ausstellungen sind noch bis 2. November zu besichtigen.

Von Monika Freisel. Erstellt am 24. September 2014 (11:44)
Judith Kerndl, Amin Hak-Hagir, Lisa Mundt, Andrea Zobernig und Manuela Seidl, Stadtrat Christian Kopecek, Savio, Günther Gross, Jakob Kraner, David Sporrer und Christian Pfabigan (v.l.n.r.) mit zwei Werken von Savio. Monika Freisel
NOEN, Monika Freisel

Zwei Ausstellungen wurden am Samstag vergangener Woche in der Kunstfabrik eröffnet: „glimpses abroad“ und „Auf dem Holzweg zum Erfolg: Waldviertler Künstler im Porträt“.

Andrea Zobernig aus Schwarzenau ist Studentin an der Universität für angewandte Kunst in Wien. Sie verbrachte ein Sommersemester in England, die flüchtigen Eindrücke aus diesem Auslandsaufenthalt hielt sie in Zeichnungen, Tiefdrucken, Öl- und Acrylmalereien, bevorzugt aber in Comics und Graphic Novels fest: ein nach Keksen süchtiger Hund, Könige, Ritter, geflügelte, engelhafte Wesen, vielarmige, polypenartige Monster.

Die Multimedia-Ausstellung „Auf dem Holzweg zum Erfolg“ zeigt Porträts der Künstler David Sporrer, Jakob Kraner, Lisa Mundt, Manuela Seidl und Savio.

Für den Musiker David Sporrer (Allentsteig) ist Kunst, „in der Musik aufzugehen und sich in der Musik zu verlieren.“ Jakob Kraner (Vitis) hält in seinen literarischen Arbeiten Ereignisse, Wahrnehmungen und Empfindungen fest. Lisa Mundt (Waldreichs) will mit ihrer Literatur Perspektiven vermitteln, gegen das Schwarz-Weiß-Denken vorgehen. Für die Schauspielerin Manuela Seidl (Weitra) soll Theater unterhalten, aber auch zum Nachdenken anregen. Der bildende Künstler Savio (Zitternberg) malt Landschaftsbilder, Akte, Abstraktes, er schnitzt Figuren in reduzierter Form, will kein barocker Künstler sein.

Das Waldviertel stellt für jeden der beteiligten Künstler eine wichtige Inspirationsquelle dar. Christian Pfabigan setzte die Künstlerporträts feinsinnig filmisch um. Amin Hak-Hagir und Judith Kerndl steuerten Fotos und großformatige Zeichnungen bei.

Zum Abschluss lasen Jakob Kraner aus seiner Kurzgeschichte „Echolot“, in der er Impressionen um Beziehungsverhältnisse festhält, und Lisa Mundt aus ihrem Essay über Medea, worin sie die berühmte Frauengestalt der griechischen Mythologie aus ihrer Sicht darstellt.

Stadtrat Christian Kopecek äußerte den bescheidenen Wunsch, die Teilnehmer mögen eine Weltkarriere vor sich haben. Ob dies dem einen oder anderen wohl gelingen wird?

Beide Ausstellungen sind bis Sonntag, 2. November, in der Kunstfabrik zu sehen.