Kurzarbeit auch bei Test-Fuchs. Einbruch vor allem bei ziviler Luftfahrt. Werk in USA läuft nach etwa einem Monat Stillstand wieder.

Von Michael Schwab. Erstellt am 20. Mai 2020 (06:08)
Die Firma Test-Fuchs begann am Montag, 18. Mai mit Kurzarbeit als Reaktion auf Luftfahrt-Einbruch.
Schwab

Die Auswirkungen der Corona-Krise auf die Luftfahrt sind auch für den Groß Sieghartser Luftfahrt-Zulieferbetrieb Test-Fuchs deutlich spürbar.

Daher hat das Unternehmen nun mit Montag, 18. Mai für drei Monate Kurzarbeit angemeldet. „Wir haben bisher bestehende Aufträge abgearbeitet und wollen nun durch die Kurzarbeit den vorhandenen Auftragsbestand zeitlich strecken“, erklärt Geschäftsführer Volker Fuchs. Mit jedem Monat könne man die Lage in der Branche besser abschätzen, und die Kurzarbeit sei geeignet, um Zeit zu gewinnen.

„Der Einbruch betrifft vor allem die zivile Luftfahrt, die militärische Luftfahrt läuft nach wie vor gut. Wir haben da vor kurzem erst einen Auftrag dazubekommen“, erläutert Fuchs. In der aktuellen Situation zeige sich, wie wichtig es ist, breit aufgestellt zu sein und sich nicht nur auf eine Luftfahrtsparte zu konzentrieren. Eine Prognose, wie es vor allem im zivilen Sektor weitergehen wird, traut sich Fuchs noch keine aufzustellen: „Da reden wir später drüber.“

Werk in USA war einen Monat behördlich geschlossen

Positive Nachrichten gibt es aus dem Test-Fuchs-Werk in den USA. Dort herrschte aufgrund eines behördlich angeordneten strengen Lockdowns für etwa einen Monat Stillstand. Seit zwei Wochen läuft die Produktion nun wieder.

Rückkehr ins Büro hat begonnen - mit Vorsicht

In Groß Siegharts hat die vorsichtige Rückkehr aus dem Homeoffice ins Büro begonnen.

Zwei Mannschaften wechseln sich in den einzelnen Abteilungen ab, arbeiten wechselweise zu Hause und im Büro: „Die Einteilung wird abteilungsweise in gewissen Blöcken und nach den Arbeitserfordernissen gemacht – wenn jemand etwas zu tun hat, wo die Anwesenheit im Büro von Vorteil ist, wird das entsprechend in Eigenverantwortung eingeteilt. Wenn die Anwesenheit nicht nötig ist, arbeitet man eher zu Hause, damit jemand, der dringender das Büro braucht, dort arbeiten kann. Die wichtigste Regel ist, dass sich die Teams nicht begegnen.“

In der Belegschaft werde diese Rückkehr in den gewohnten Alltag positiv aufgenommen, sagt Fuchs: „Die Leute haben sich gefreut, wieder ins Büro zu können. Der persönliche Austausch ist einfach doch etwas anderes als per Telefon und Videokonferenz.“