Neuer Pächter für Waldbad gefunden

Erstellt am 22. Dezember 2021 | 05:22
Lesezeit: 3 Min
Julian Pascal Baldreich will Waldbad in Groß Siegharts als Restaurant und Veranstaltungslocation etablieren und attraktivieren.
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Julian Pascal Baldreich heißt der neue Pächter des Groß Sieghartser Waldbades. Wie in der NÖN berichtet, hatte die Familie Hirtl den seit über 26 Jahren bestehenden Pachtvertrag nicht mehr verlängert – die Stadtgemeinde suchte daher seit dem Herbst nach einem neuen Pächter.

„Wir haben eine öffentliche Ausschreibung gemacht, mit Fristende am 30. November waren vier Bewerbungen bei uns eingelangt. Jeder musste ein Konzept vorlegen. Jenes von Julian war das, was unseren Vorstellungen am nächsten kam“, fasst ÖVP-Bürgermeister Ulrich Achtleitner zusammen. In einer Besprechung mit allen Fraktionsführern sei man dann rasch auf einen gemeinsamen Nenner gekommen und habe sich für die Vergabe des Pachtvertrags an Baldreich entschieden.

Der 22-Jährige absolvierte seine ersten drei Lehrjahre als Koch und Kellner in der Wachau und wechselte zum Abschluss seiner Lehre ins Foggy Mix in Waidhofen. Danach zog es Baldreich kurz vor dem Lockdown im März 2020 ins Weinviertel ins „W4“ in Röschitz, wo er sich im Laufe des Vorjahres bis zum Küchenchef hocharbeitete.

Zusammen mit der Köchin Sandra Peterzelka, die damals federführend war, erzielte das W4 eine Gabel im Falstaff-Guide. 

Im September zog es ihn aus privaten Gründen wieder zurück ins Waldviertel ins Foggy Mix. Als er dann erfuhr, dass das Waldbad in Groß Siegharts zu haben ist, war die Sache für ihn klar: „Diese Chance will ich nutzen!“ Mit seiner Erfahrung in verschiedenen Arten der Gastronomie vom Heurigen bis zum gehobenen Lokal will Baldreich frischen Wind in das Waldbad bringen und das Waldbad-Café auch als ganzjährig geöffnetes Speiselokal und als Veranstaltungslocation etablieren.

Österreichische Küche mit „gewissem Touch“

„Ich will etwas für Jung und Alt bieten, von Snacks für die Badegäste bis zum Essen a la Carte und speziellen Events wie Live-Konzerten oder einem ‚Fine Dining Abend‘“, hat Baldreich viel vor. Im Sommer wird es keinen Ruhetag geben, und auch im Winter wird man zu regelmäßigen Öffnungszeiten im Waldbad speisen können. „Für mich ist es wichtig, das bisherige Café als Restaurant zu etablieren, wo man unabhängig davon, ob Badewetter ist, hingehen kann. Deshalb werde ich auch ein Frühstück und ein zweigängiges Mittagsmenü anbieten“, betont der junge Koch.

Auf der Speisekarte soll österreichische Küche mit einem „gewissen Touch“ stehen, mit einem hohen Anteil an Bio-Zutaten aus Österreich. Auch saisonale Spezialitäten soll es geben, ebenso typisch Waldviertler Gerichte mit Mohn und Karpfen.

Auch den kleinen, abgetrennten Saal im Lokal will er nutzen – für kleinere Sitzungen mit 20 bis 25 Personen, samt Leinwand und Beamer. Ebenso verspricht Baldreich, den Volleyballplatz wieder zu aktivieren. Im Lokal selbst wird neu ausgemalt, und für die Terrasse werden neue Möbel angeschafft. Im Frühjahr wird der Betrieb noch durch die Familie Hirtl wie gehabt geführt, mit Mai erfolgt die Übergabe an Baldreich.

Und der plant schon weiter: „Irgendwann will ich auch einen Lehrling haben und mein Wissen weitergeben.“

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